Gesunde Mitarbeiter

Foto: photocase.comReicht es nicht, wenn man gesund bleibt? Ja, wenn man unter Gesundheit mehr versteht als nicht krank zu sein. Wer beispielsweise bei der Arbeit ständig unter Anspannung leidet, wer dauernd unter Zeitdruck arbeiten muss, wer wenig Anerkennung erfährt, fühlt sich zwar niedergeschlagen und unzufrieden - krank im medizinischen Sinne sind er oder sie aber nicht. So richtig gesund allerdings auch nicht.

Mobile Arbeitsplätze führen zu Produktivitätssteigerungen von 25 Prozent bei gleichzeitigen Kostensenkungen von 16 Prozent. Und sie kommen bei den Mitarbeitern an: Wer zuhause, unterwegs beim Kunden oder in anderen neuen Modellen arbeitet, ist um 15 bis 25 Prozent zufriedener als seine Kollegen im Büro. Das haben Studienergebnisse von Steria Mummert Consulting ergeben.

Ein Check hilft Medizinischen Fachangestellten, die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes einzuschätzen. Gut 2/3 aller Medizinischen bzw. Zahnmedizinischen Fachangestellten halten ihren Praxis-Arbeitsplatz nach einer aktuellen IFABS-Um-frage in den nächsten zwei Jahren für unsicher (Befragungsbasis: 920 Praxismitarbeiterinnen).

Studie im Rahmen des Corporate Health Award untersucht Beteiligungsraten von mehr als 40 betrieblichen Gesundheitsleistungen. Arbeitsplatznahe Angebote erreichen die höchsten Beteiligungsraten, niedrigschwellige Beratungs- und Präventionsangebote werden stärker nachgefragt als sportive Aktivitäten.

Gut ausgebaute Nahverkehrssysteme und Straßennetze haben den Menschen träge gemacht. Auto, Bahn, Bus, Aufzug oder Rolltreppe minimieren den körperlichen Aufwand enorm und für vieles, was früher zu Fuß erledigt wurde, gibt es heute eine bequeme Lösung. Studien zufolge betreiben rund 45 Prozent der über 18-Jährigen gar keinen Sport.

Foto: aboutpixel.deEtwa zwei Millionen Deutsche haben schon einmal am Arbeitsplatz Psychopharmaka eingenommen. Auch Chirurgen sind bei wachsendem Leistungsdruck versucht, Medikamente zu schlucken, die sie möglichst lange konzentriert arbeiten lassen. Weder die Wirkung dieses Gehirn-Dopings noch die davon ausgehende Gefahr sind bislang ausreichend belegt. Welche Rolle die Wachmacherpillen für Operateure tatsächlich spielen, ist bisher unklar.

Foto: aboutpixel.deNach einer Serie von aufsehenerregenden Selbstmorden in seinem Unternehmen musste der Vizechef von France Telecom zurücktreten. Die französische Regierung fordert nun von allen großen Konzernen, mit den Gewerkschaften Abkommen zur Reduktion von psychosozialem Stress am Arbeitsplatz zu schließen. Ist eine derartige Entwicklung auch in Deutschland denkbar und wie sind deutsche Unternehmen darauf vorbereitet?

Centrum für Disease Management der TU München bietet Unternehmen maßgeschneiderte Hilfe. In Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen gehören psychische Erkrankungen inzwischen zu den häufigsten Ursachen für Fehltage der Mitarbeiter. Vor diesem Hintergrund hat das Centrum für Disease Management der Technischen Universität München ein deutschlandweites Schulungsprogramm für Führungskräfte entwickelt.

In Folge der Wirtschaftskrise prognostizieren 64 Prozent der im Rahmen einer Hewitt-Studie befragten Unternehmen eine Kürzung der Gehaltsbudgets oder gar eine Nullrunde. Eine Erhöhung der Gehaltsbudgets wurde von keinem Unternehmen in Erwägung gezogen.

6,3% der Erwerbstätigen, das sind etwa 2,4 Millionen Personen, leiden an erwerbsbedingten Gesundheitsbeschwerden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist dies eines der Ergebnisse einer Zusatzerhebung zur EU-harmonisierten Arbeitskräftestichprobe aus dem Jahr 2007, bei der rund 80 000 Personen zu Arbeitsunfällen, arbeitsbedingten Gesundheitsbeschwerden sowie psychisch und physisch belastenden Faktoren der Arbeit befragt wurden.