Mitgliederbeiträge

Erfolgreicher ist es, sich Feedback für seine eigenen Bewerbungsunterlagen einzuholen anstatt Tipps auf diversen Foren zu lesen, die in der Regel nur sehr allgemein und theoretisch gehalten sind und die eigenen Unsicherheiten oder Fragezeichen kaum auflösen.  Gerade Personalberater haben tagtäglich mit Lebensläufen zu tun und kennen beide Seiten: Worauf achten Unternehmen bei Lebensläufen, wie werden Bewerbungen gelesen? Wie kann man als Bewerber/in seine Stärken und seinen Nutzen für seinen Arbeitgeber noch besser verdeutlichen?

Dr. Stephan Raum verfügt über umfassende praktische Erfahrungen bei der Personalsuche und -auswahl durch seine langjährigen Tätigkeiten bei mittelständischen Dienstleistungsunternehmen und als Personalberater bei der PERIM Personalberatung im Mittelstand GmbH.

Daher ist er nun auf verschiedenen Veranstaltungen des Karriereforums IKOM sowie bei der Jobmesse Jobs4Industry im Einsatz, um Studenten und Berufseinsteiger durch Bewerbungschecks und Impulsvorträge beim Jobeinstieg zu unterstützen.

Die ersten Beratungsgespräche auf der Hochschulkontaktmesse IKOM Life Science an der TU München, Campus Weihenstephan Anfang Mai haben großen Zuspruch gefunden und die Studenten konnten viele wertvolle Anregungen für die Gestaltung ihrer Lebensläufe mitnehmen.

Nächste Termine:
24.05.12, 10-12 Uhr: Impulsvortrag (30 Min.) und Diskussion - Absolventen fragen, Personalberater antworten – Was Sie schon immer über Ihre Bewerbung wissen wollten. TU München, Campus Garching (Anmeldung erforderlich auf http://www.ikom.tum.de/students/event/461!)

14.06.12, 10-15 Uhr: Bewerbungscheck auf der Jobmesse Jobs4Industry an der HS Würzburg-Schweinfurt (Bitte bringen Sie Ihre aktuellen Bewerbungsunterlagen mit)

19.06.12, vormittags ab 9.30 Uhr: Bewerbungscheck auf der Hochschulkontaktmesse IKOM am Stand der Süddeutschen Zeitung, Campus Garching (Bitte bringen Sie Ihre aktuellen Bewerbungsunterlagen mit)

APOLLON University Press erhält den Studienpreis DistancE-Learning in der Kategorie „Innovation des Jahres. Für den von ihr gegründeten Verlag APOLLON University Press erhält die APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft den Studienpreis DistancE-Learning 2012 in der Kategorie „Innovation des Jahres“. Mit dieser Auszeichnung würdigt der Fachverband Forum DistancE-Learning jährlich zukunftsfähige Marktneuheiten der Fernlehrbranche.

In rund 58 Prozent der klinischen Studien werden inzwischen Systeme zur elektronischen Datenerfassung (EDC) genutzt. Das ergab eine Umfrage des eClinical Forum Ende 2009 – eine Steigerung um 45 Prozent gegenüber den Zahlen von 2001. Mit Zunahme der digitalen Verfügbarkeit der Daten wachsen auch die Möglichkeiten für Sponsoren und Auftragsforschungsinstitute (CROs), den Ablauf von Studien nicht mehr vor Ort, sondern bequem vom eigenen Büro aus zu überwachen.

Medical Wellness: Im Gespräch mit Carina Laux  – Ausgezeichnete Spa Managerin des Jahres 2012. Carina Laux vom Vital- & Wellnesshotel Zum Kurfürsten in Bernkastel-Kues wurde vor einigen Wochen zur Spa Managerin des Jahres 2012   (2. Platz) "für außergewöhnliches Spa Management" ausgezeichnet. Kein Wunder: Bereits seit Jahren wird das Hotel, das im Kurbereich auf dem sonnigen Kueser Plateau über der Mosel seinen Standort hat, mit seinem MaXX LifeStyle Resort als eines der besten Medical Wellnesshotels in Deutschland, Österreich und der Schweiz geführt (und ausgezeichnet). Stellt sich dem interessierten Verbraucher die Frage: Ist Medical Wellness sozusagen die medizinische Fortschreibung von oder gar der Gegensatz zu Wellness? Deutschlands führende Spa Managerin ist für diese Frage in der Tat die richtige Ansprechpartnerin.

Frage: Glückwunsch zur spektakulären Auszeichnung! Wie definieren Sie persönlich Wellness?

Carina Laux: Oberflächlich betrachtet kaum anders als manche unserer Gäste in den ersten Stunden des Aufenthalts: Wohlbefinden durch Verwöhnt werden, also, im Idealfall, das Wohlfühlerlebnis par excellence. Sich wohl fühlen sorgt natürlich ebenso für ein gutes Lebensgefühl. Das kann durchaus ein passiver Vorgang sein, so wie Wellness noch vor einigen Jahren (übrigens falsch) verstanden wurde. Allerdings haben wir im Zum Kurfürsten diese Interpretation von Anfang an als zu dürftig empfunden. Das passive Wohlfühlerlebnis war und ist für uns immer nur die Kulisse, vor der Wellness angeboten und regelrecht praktiziert wird. Bereits vor über 30 Jahren interpretierten amerikanische Ärzte Wellness als gesunden Lebensstil. Und formulierten die bis heute gültige Definition als Symbiose von guter Gesundheit (objektiv) und erlebtem Wohlbefinden (subjektiv). Wellness ist also eigentlich ein Gesundheitsprogramm, besser: ein Gesundheitskonzept. Und damit auch eine Art Lebensstil, Lifestyle eben.

Frage: Also nicht Verwöhnprogramme im luxuriösen Ambiente für die Schönen und Reichen …

Carina Laux: … nein, eben nicht. Wellness umfasst alle gesunden Aktivitäten zur Steigerung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens. Der Deutsche Wellness Verband (DWV) hat bereits vor Jahr und Tag konstatiert, dass zu Wellness alle gesunden Aktivitäten zur Steigerung des körperlichen und seelischen  Wohlbefindens gehörten. Also körperliche Bewegung, Freizeitsport, gesunde und die Gesundheit fördernde Ernährung, Entspannung, Stress-Balance, wohltuende Körperpflege, aber auch positive menschliche Beziehungen und rege geistige Aktivitäten – um nur einige Beispiele zu nennen. Für mich persönlich inkludiert dieser „Auftrag“  auch die Anregung für und das  Bemühen um Nachhaltigkeit über den Aufenthalt unserer Gäste hinaus. Im besten Fall: Bewusstseinsänderung, höchst individuell übrigens.

Frage: Vorausgesetzt, der Inaktive wird aktiv, der Bequeme schweißtreibend und bewegungsfreundlich  - kann ein Wellness-Aufenthalt das leisten?

Carina Laux: Während eines Wochenend-Aufenthalts kaum, doch auch dann ist vielleicht die Vermittlung des einen oder anderen Impulses möglich. Während eines längeren Aufenthaltes lässt sich jedoch auf die generelle  Lebensweise eines Gastes durchaus anregenden Einfluss nehmen. Nicht mit dem schulmeisterlichen Zeigefinger und schon gar nicht mit einem Verhaltens-Kodex nach Art einer Kurklinik. Wenn die Verhaltensänderung mit Genuss und Freude, mit Lust und mit einem Mehrwert selbst empfundener Lebensqualität einher geht, dann spätestens gelangen wir zu nachhaltigem Lifestyle. Unser Gast muss die für ihn neue, gesündere Lebensweise – mindestens subjektiv – als leichter, schöner und besser empfinden. Wenn sie mich fragen: Das muss  ein Wellness-Aufenthalt in unserem Haus leisten! Es hat schließlich auch einen sinnstiftenden Grund, dass unser Resort Vital- & Wellnesshotel Zum Kurfürsten heißt.

Frage: Wenn nun der Terminus Medical auf Wellness trifft, wird dann aus dem  persönlichen Gesundheitskonzept eine Kranken-Therapie, aus dem Wellnesshotel die Krankenstation?

Carina Laux: Um Himmels Willen und mitnichten! Unser MaXX LifeStyle Resort ist keine klinische Einrichtung. Das Leben genießen, verwöhnt zu werden, individuelle Gastlichkeit empfangen, dass ist die eine Seite der Medaille; die Zweite gehört der Lebensgestaltung, dem Lifestyle also. Und damit dem Ansatz, vor allem gegen Entstehungen von Beschwerden präventiv und frühzeitig etwas zu tun …

Frage: … mit der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und …

Carina Laux: … ja, zum Beispiel, darauf möchte ich jedoch später eingehen. Ich möchte erst einmal verdeutlichen, dass der Begriff Medical durchaus falsch verstanden werden kann. Es geht uns nicht um medizinisches Wohlbefinden, denn das gibt es nicht. Die Verbindung der beiden Begriffe bedeutet für uns zu vorderst, dass wir unsere individuellen Programm-Angebote und Indikationen auch auf medizinische Notwendigkeiten hin abstimmen. Schließlich haben Menschen mit bestimmten Beschwerden oder gar gesundheitlichen Einschränkungen auch Lust auf Wellness-Aufenthalte. Dann aber passt die eine oder andere  Anwendung eben nicht. Nicht nur in solchen Fällen ist eine individuelle medizinische Betrachtung oder Hilfestellung dem Gast förderlich, oft wird sie von unseren Gästen bereits zum Zeitpunkt der Buchung explizit gewünscht. Solcherart Leistungen gelten für Menschen mit Risikofaktoren oder daraus resultierend mit chronischen Beschwerden (z.B. Rückenbeschwerden, rheumatische Beschwerden, Übergewicht oder Stress-Störungen); oft tragen bereits die „selbsterfahrenen“ Einsichten während des Wellness-Aufenthalts zu neuen Ansichten im Zusammenhang mit der eigenen, individuellen Lebensführung. Natürlich, die veränderten Aspekte der „lustvollen“ - im Sinne von Lust auf eine beschwerdefreie und gesundheitsfördernde Lebensführung - Daseins-Führung müssen nach dem Aufenthalt fortgeführt werden. Im Idealfall auch immer wieder aufgefrischt werden. Wir stehen mit vielen unserer Stammgäste in einem fortgesetzten Kontakt, auch was die Inhalte des kommenden Aufenthalts angeht. Zur professionellen Betreuung zählen wir, weit über den Aufenthalt im Zum Kurfürsten hinaus, auch ganz persönliche Ernährungs-Pläne oder Kochkurse über unsere Fünf-Elemente Cuisine.

Frage: Womit wir dann doch bei der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) angelangt sind – dafür steht das Vital- & Wellnesshotel an der Mittelmosel ja ebenfalls?

Carina Laux: Viele Jahre schon! Im Vordergrund unseres hotelleristischen Credos und vor allem unseres Verständnisses von Lifestyle steht unabdingbar der Mensch mit seiner ganzheitlichen und zugleich höchst individuellen Befindlichkeit. Und seinem Wunsch, vor allem gegen die Entstehung von Beschwerden oder Krankheiten präventiv und frühzeitig etwas zu tun.Für mich stellt die TCM mit ihren ganzheitlichen und vorsorgenden Aspekten die einzige, tatsächlich hoch individualisierte Alternative dar, um den Menschen komplex wahrzunehmen und z.B. entsprechende Präventionen gemeinsam abzustimmen. Hinzu kommt, dass besondere Belastungen im Beruf und Privatleben oder entscheidende  Veränderungen im Dasein uns oft aus dem seelischen und physischen Gleichgewicht bringen. Mit dem Begriff „Körper-Geist-Seele“ macht die Chinesische Heilkunde jedoch die untrennbare leiblich-seelische Einheit des Menschen deutlich. Unsere  TCM-Angebote und Leistungen sind mithin ideale alternativ- oder komplementärmedizinische Offerten, weil sie eben ganzheitlich sind. Dazu bedarf es eines erfahrenen TCM-Teams und entsprechend autorisierte Medizinkräfte. Und das haben wir! Bitte, bedenken Sie: Ohne eine gründliche Diagnose, in der TCM u.a. die Puls- und Zungendiagnose, lässt sich keine korrekte Anamnese erstellen. So verschafft sich der TCM-Spezialist mit der Puls-Diagnose einen Eindruck über den Zustand des „spiritus vitalis“ und damit über die energetische Gesamtverfassung des Menschen. Unsere erfahrenen Therapeuten gewinnen in Verbindung mit weiteren, individuellen Symptomen, z.B. Geschlecht, Schlafverhalten, Ernährungsgewohnheiten, Verdauung oder aktuelle Jahreszeit, wertvolle Hinweise für vorbeugende therapeutische Maßnahmen. Komplettierend wird die Zungen-Diagnostik angewandt, ein untrügliches Analyse-Element zu raschen Erkennung von Schwächen oder Mängeln des menschlichen Körpers. Eine also wirklich überaus ganzheitliche Diagnose, auf die der Wellness-Aufenthalt perfekt abgestimmt werden kann. Genau das verstehen wir in unserem MaXX LifeStyle Resort unter Medical Wellness; das ist unsere, erfolgreich praktizierte Symbiose aus Wellness und Medizin.

Das Ende langer Wartezeiten und vergessener Patienten. Die Anzahl der Betten in deutschen Krankenhäusern ist in den vergangenen 20 Jahren um 25 Prozent gesunken. Gleichzeitig ist bei den Krankenhausfällen jedoch ein Anstieg um 20 Prozent zu verzeichnen. Auf 503.000 Betten kommen 17,5 Millionen Patienten. Dies macht eine optimale Organisation des Klinikalltags erforderlich, insbesondere der hektischen Erstversorgung in der Notaufnahme.

Was tun Deutschlands Arbeitgeber für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter? Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für die Implementierung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements, um das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter zu fördern. Verbindliche Qualitätsstandards, Mitarbeiter- und Führungskräfteprogramme sowie ein entsprechendes Gesundheitsmarketing gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung. Das Corporate Health Jahrbuch 2012 untersucht den Status quo des Betrieblichen Gesundheitsmanagements in Unternehmen deutschlandweit und ist die Fortsetzung der seit 2005 jährlich erscheinenden Studienreihe „Gesundheitsmanagement“.

Die Initiatoren des Corporate Health Awards und Herausgeber des Jahrbuches stellen Ihnen im Anschluss an die Pressekonferenz der Personal SÜD und der Corporate Health Convention vorab die aktuellen Entwicklungen in der Branche vor:

Dienstag, 24. April 2012, von 13:45 Uhr bis ca. 14:30 Uhr, Messe Stuttgart, Raum 9.4 (am Eingang Halle 9)

Markus A.W. Hoehner, Geschäftsführer EuPD Research, Norbert Girisch, Leiter Marketing & Vertrieb der TÜV SÜD Life Service GmbH sowie die Gesundheitsexperten Dr. Oliver-Timo Henssler und Benjamin Klenke, EuPD Research, erläutern die aktuellen Studienergebnisse und beantworten Ihre Fragen.

Bitte teilen Sie uns per E-Mail oder Fax-Antwort bis Freitag, 20. April 2012, mit, ob Sie an der Veranstaltung teilnehmen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Carolin Müller
Tel.: 0228/ 97143-75
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,
Communications Manager, EuPD Research

Heidi Atzler
Tel. 089/ 5791-2935
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,
Unternehmenskommunikation, TÜV SÜD AG

Experten des Kuratoriums perfekter Zahnersatz beantworten Patienten-Fragen. Am Dienstag, 22. Mai, bietet das Kuratorium perfekter Zahnersatz (KpZ) die erste telefonische Sprechstunde dieses Jahres an. Ein Team aus Zahntechnikern und Zahnmedizinern steht Patienten, Angehörigen und anderen Interessierten in der Zeit von 17 bis 19 Uhr für Fragen zu Zähnen und Zahnersatz zur Verfügung.

Im April 2012 haben die TÜV Rheinland Akademie GmbH und emtec e.V. eine Kooperation geschlossen. Die Zusammenarbeit betrifft den Bereich Seminare im Rahmen von Qualifizierungsmaßnahmen. Beide Partner erhoffen sich durch die Erweiterung Ihrer Produktpaletten sowie zusätzliche Terminangebote eine erfolgreichere Vermarktung ihrer Seminare.

Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM): Vom Wegschauen zum Sich-Kümmern    
Intelligentes Instrument zur Sicherung von Wissen und Human Ressourcen in mittelständischen Unternehmen. Seit Mai 2004 sind Arbeitgeber gesetzlich zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) verpflichtet, wenn Beschäftigte sechs Wochen innerhalb eines Jahres arbeitsunfähig werden.

Das Unternehmen vereinbart mit dem Betroffenen individuelle Maßnahmen die helfen, die Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen und weiteren Erkrankungen vorzubeugen. Das kann ein orthopädischer Bürostuhl für einen Mitarbeiter mit Rückenproblemen sein, eine medizinische Rehabilitation oder die Versetzung in eine andere Abteilung. Ein Aufwand, der sich für alle Betroffenen auszahlt: Der Mitarbeiter fühlt sich wertgeschätzt – die Motivation am Arbeitsplatz und die Verbundenheit mit dem Unternehmen steigen. Das Unternehmen zahlt mit geringem Aufwand deutlich in die Arbeitgebermarke ein.

„Mit jedem investierten Euro ins Eingliederungsmanagement können Unternehmen ein Vielfaches an Ausgaben sparen“, weiß die Münchner Rechtsanwältin und Mediatorin Angela Huber. „Ein ausfallender Mitarbeiter kostet ein Unternehmen durchschnittlich 400 Euro am Tag. Da kann man sich schnell ausrechnen, welcher Betrag bei wochenlanger Arbeitsunfähigkeit zusammenkommt“, sagt die Expertin und verdeutlich dies an einem Beispiel:

Ein IT-Spezialist, der nach einer schweren Rückenoperation nicht mehr an seinem gewohnten Platz arbeiten konnte, bekam von seinem Unternehmen einen ergonomischen Arbeitsplatz eingerichtet – die Arbeitszeiten und Aufgaben wurden angepasst. Der höhenverstellbare Tisch kostete 1.500 Euro und wurde von der Deutschen Rentenversicherung bezahlt. Auch für den orthopädischen Stuhl gab es 435 Euro Zuschuss. Eine stufenweise Wiedereingliederung wurde von der Krankenkasse bezahlt. Ohne das BEM wäre der IT-Spezialist noch vier Wochen arbeitsunfähig zu Hause gewesen. So konnte er bereits nach kurzer Zeit wieder im Betrieb arbeiten und ist bis heute nicht mehr rückfällig geworden. Die Gesamtersparnis betrug fast 10.000 Euro. „Darüber hinaus hat das Unternehmen aktiv sein Image gestärkt“, betont Angela Huber. Die Botschaft an die Belegschaft ist eindeutig: „Wir kümmern uns und stehen zu unseren Leuten – auch in schlechten Zeiten.“ Dies schafft eine Vertrauenskultur, eine Partnerschaft zwischen Unternehmen und Mitarbeiter.

Kein BEM: Gefahr hoher Abfindungszahlungen

Wird dem kranken Mitarbeiter kein BEM angeboten, wird der Arbeitgeber gesetzlichen Auflagen nicht gerecht und manövriert sich – auch juristisch – ins Abseits. Nach einem jetzt veröffentlichten Beschluss des Bundesarbeitsgerichts (BAG, Beschluss vom 7. Februar 2012 – 1 ABR 46/10) hat der Betriebsrat zu überwachen, ob der Arbeitgeber seiner Fürsorgepflicht zur Einleitung eines BEM nachkommt. Hierzu müssen ihm alle Namen der betroffenen Mitarbeiter vorliegen. Eine Entscheidung, welche Angela Huber begrüßt: „Wird kein BEM durchgeführt, entstehen dem Betrieb erhebliche Kosten, ausgelöst durch Entgeltfortzahlungen, Zusatzkosten durch Fehler und Überlastung der Abteilung, Unzufriedenheit und Motivationsmangel. Sollte doch eine Kündigung notwendig werden, besteht ohne das BEM eine Rechtsunsicherheit und die Gefahr hoher Abfindungszahlungen. Angela Huber: „Unternehmen sollten sich auch darüber im Klaren sein, dass arbeitsunfähige Mitarbeiter eine Krankheitsspirale auslösen können: Kollegen fangen die Mehrarbeit auf und werden durch Überlastung und Unzufriedenheit selbst krank.“

„Für Unternehmen bedeutet das BEM weit mehr als nur eine bloße Gesetzesvorschrift“, betont die Juristin, die deutschlandweit bereits über 200 BEM-Einzelfälle betreut hat und das Instrument in mittelständischen Unternehmen einführt, prüft oder optimiert. „Eine ganze Unternehmenskultur kann und muss sich wandeln – vom Wegschauen zum Sich-Kümmern.“ Angela Huber: „Vor allem die meist aussichtslosen Bemühungen der Personalabteilungen neue Mitarbeiter zu rekrutieren, zwingt die Unternehmen mehr denn je, sich um die Gesunderhaltung der Belegschaft und die bestmögliche Wiedereingliederung erkrankter Mitarbeiter zu kümmern. Beide Parteien erhalten so einen win-win-Erfolg.“

Doch was genau ist und wie funktioniert ein optimales Betriebliches Eingliederungsmanagement? „Das Unternehmen hilft dem kranken Mitarbeiter, wieder gesund zu werden und einer erneuten Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen“, erklärt die Expertin. „Der erste Schritt ist die Kontaktaufnahme. Durch das Gespräch wird der Betroffene abgeholt, er fühlt sich von seinem Arbeitgeber wert geschätzt – Zufriedenheit und Motivation steigen. Anschließend gilt es – gemeinsam mit dem Mitarbeiter – das Problem zu erörtern: Welche Faktoren führten zur Erkrankung? Was belastet den Arbeitnehmer? Bei der Erarbeitung der Maßnahmen, wie etwa die Versetzung an einen anderen Arbeitsplatz oder die Gestaltung eines ergonomischen Arbeitsbereiches, wird der Mitarbeiter aktiv beteiligt, seine Eigeninitiative und Verantwortung gestärkt.

Neutraler Blick von außen

Aus ihrer Erfahrung weiß Angela Huber, dass es in vielen Personalabteilungen häufig an Zeit und Kapazitäten fehlt, um ein erfolgreiches BEM durchzuführen. Hier leistet sie Hilfestellung: schult Personalabteilungen und Führungskräfte im Umgang mit erkrankten Mitarbeitern oder führt als externe Expertin die komplette Maßnahme durch – vom Erstgespräch bis zur Erfolgskontrolle. Die Rechtsanwältin und Mediatorin sieht sich dabei als neutrale Person, die mit der Politik des Unternehmens nichts zu tun hat. Ein Vorteil bei eingefahrenen Situationen: „In Diskussionen kann ich emotionale Spitzen rausnehmen und vermitteln“, berichtet sie. Mitarbeiter, die sich ihrem Arbeitgeber nie öffnen würden, fassen Vertrauen, denn Datenschutz und Schweigepflicht stehen an erster Stelle. Die auf Arbeits-  und Sozialrecht spezialisierte Juristin arbeitet dabei eng mit einem Netzwerk an Experten, wie etwa Psychologen, Betriebsärzten oder Suchtexperten zusammen. „In den meisten Fällen von Wiedereingliederung spielen Erkrankungen des Muskel- und Skelett- Systems mit 38 Prozent eine Rolle“, weiß Angela Huber. Es folgen psychische Störungen wie Burn-out mit 25 Prozent – gefolgt von Atemwegserkrankungen sowie sonstigen Verletzungen.

Im Jahr 2002 untersuchte das Institut für betriebswirtschaftliche Analysen, Beratung und Strategie-Entwicklung (IFABS) die Einsatzhäufigkeit betriebswirtschaftlicher Instrumente in Arztpraxen an Hand einer Stichprobe mit 1.235 zufällig ausgewählten Praxisbetrieben verschiedener Fachrichtungen und Praxisgrößen. Gefragt wurde, ob die Praxisinhaber folgende Instrumente nutzen:

  • eine Praxis-Vision, mit deren Hilfe festgehalten wird, wo man in drei bis fünf Jahren im Hinblick auf das medizinische Leistungsangebot, Praxisgröße- und -form, Zielgruppen etc. stehen möchte,
  • eine Praxisphilosophie, die den Zweck der Arbeit beschreibt,
  • eine Praxisplanung mit lang-, mittel- und kurzfristigen Zielen,
  • eine Praxis-Unternehmensstrategie, die die Wege und Mittel skizziert, mit deren Hilfe die Praxisziele erreicht werden sollen
  • eine Praxis-Positionierung, die die Identität der Praxis fixiert, mit Hilfe derer man sich von anderen Praxen in Bezug auf Patienten und – bei spezialisierten Praxen – Zuweisern unterscheiden möchte,
  • ein Zielgruppenkonzept,
  • ein Kostenmanagement mit systematischer Kostenrechnung und –planung,
  • Führungsinstrumente wie Zielvereinbarungen, Führungsgesprächen und Motivationsmaßnahmen,
  • ein Marketingkonzept, das die Ziele, die mit der Marketingarbeit erreicht werden sollen sowie die zeitliche und inhaltliche Planung der zur Zielerreichung notwendigen Aktionen umfasst,
  • Marketinginstrumente wie Praxisbroschüren, Praxis-Homepage, Servicemaßnahmen zur Wartezeitverkürzung, Recall etc..
  • ein Corporate Design, d.h. ein abgestimmter visueller Auftritt der Praxis einschließlich der Nutzung eines Praxis-Logos.

Anfang 2012 wurde diese Untersuchung erneut durchgeführt. Die folgende Übersicht zeigt die Ergebnisse im Vergleich (Angabe in Prozent der Praxen, die das jeweilige Instrument einsetzen):
Betriebswirtschaftliches Instrument: 2002 / 2012 / Abweichung

  • Praxis-Vision: 9% / 16% / 7%
  • Praxis-Philosophie: 12% / 36% / 24%
  • Planung mit lang-, mittel- und kurzfristigen Zielen: 16% / 28% /12%
  • Praxis-Unternehmensstrategie: 18% / 32% / 14%
  • Praxis-Positionierung: 12% /24% / 12%
  • Zielgruppenkonzept: 28% / 38% / 10%
  • Kostenmanagement: 31% / 44% / 13%
  • Führungsinstrumente: 15% / 26% / 11%
  • Marketing-Konzept: 21% / 38% / 17%
  • Marketing-Instrumente: 45% / 78% / 33%
  • Corporate Design: 12% / 27% / 15%

Der Vergleich zeigt, dass die Einsatzintensität betriebswirtschaftlicher Instrumente insgesamt zugenommen hat, in vielen Bereichen aber immer noch sehr gering ausgeprägt ist. Die deutlichsten Zuwächse sind bei der Marketingarbeit zu verzeichnen, deutlich geringer fallen sie jedoch in „vitalen“ Bereichen wie Planung, Führung oder Zielgruppenmanagement aus. Damit arbeitet eine Vielzahl deutscher Arztpraxen nach wie vor unter ihren Möglichkeiten. Unverändert bleibt im Vergleich auch, dass die meisten Praxen ohne professionelle Planung „von heute auf morgen“ agieren. Die Entwicklung im Marketingbereich ist sicherlich als Fortschritt zu werten, die Marketingarbeit erfolgt jedoch ohne Abstimmung zu anderen Maßnahmen und ohne Einbindung in das generelle Praxismanagement, so dass die Effizienz der Maßnahmen nur gering und ein Erfolg gar nicht messbar ist.