Gesundheitspolitik

Trotz der derzeitigen Wirtschaftskrise hat sich die Finanzsituation der sozialen Pflegeversicherung in den ersten sieben Monaten des Jahres 2009 erfreulich gut entwickelt: Bei Einnahmen von rd. 12,17 Mrd. Euro und Ausgaben von rd. 11,69 Mrd. Euro ergab sich bislang ein Überschuss von knapp 500 Mio. Euro, der im weiteren Jahresverlauf insbesondere wegen zusätzlicher Beiträge aus dem Weihnachtsgeld noch auf etwa 0,8 bis 0,9 Mrd. Euro ansteigen dürfte.

Foto: aboutpixel.deZum Spitzengespräch der Bundesärztekammer (BÄK), der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) erklären die beteiligten Verbände gemeinsam: Ärzte und Krankenhäuser sind sich einig, dass für Bestechung und Korruption kein Platz sein darf im Gesundheitswesen.

Foto: Dirk ZimmermannEine erfolgreiche Positionierung am Gesundheitsmarkt der Zukunft kommt nicht ohne Serviceexzellenz aus. Spätestens seit dem Diskurs über die „Gesundheitsreform“ ist die Auseinander-setzung mit den Leistungen von Krankenhäusern, Kliniken und Ärzten in der Fokus der kritischen Servicebetrachtung gerückt.

Acht von zehn Gesundheitsdienstleistern planen in den kommenden drei Jahren Kooperationen mit niedergelassenen Ärzten. Vor allem für die Krankenhäuser sind Mediziner mit eigener Praxis Wunschpartner Nummer eins. Aber auch Krankenkassen werden zunehmend umworben: Drei von vier Dienstleistern suchen die Zusammenarbeit mit den Kostenträgern.

Ein Krankenhausaufenthalt dauerte für Patientinnen und Patienten im Jahr 2008 durchschnittlich 8,1 Tage (2007: 8,3 Tage). Dies basiert auf der Grundlage vorläufiger Ergebnisse der Krankenhausstatistik. 17,4 Millionen Menschen wurden im vergangenen Jahr vollstationär im Krankenhaus behandelt. Das sind 200 000 Behandelte mehr als im Jahr zuvor.

Das Bundeskabinett hat heute der Verordnung über die Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung bei Schutzimpfungen gegen die neue Influenza A(H1N1) (so genannte "Schweinegrippe") zugestimmt. Damit wird die Impfung für jeden Versicherten, der sich impfen lassen möchte, von der Krankenkasse bezahlt. Der Verband der Privaten Krankenversicherung hat erklärt, für seine Versicherten die Kosten der Impfung ebenfalls zu übernehmen.

Foto: aboutpixel.deRegressanspruch bei ungerechtfertigtem Off-Label-Use - Wenn Ärzte Medikamente außerhalb ihrer Zulassung verordnen, können Regressansprüche entstehen, falls die Mittel nicht zum Leistungsspektrum der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gehören. Das hat das Landessozialgericht (LSG) Berlin-Brandenburg entschieden (Aktenzeichen L 7 KA 6/09).

Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) nimmt Fahrt auf. Am 01. Oktober 2009 beginnt in der Region Nordrhein der sogenannte Basis-Rollout und die ersten Versicherten werden mit der elektronischen Gesundheitskarte ausgestattet. Viele Versicherte stehen der neuen Karte jedoch unsicher und skeptisch gegenüber. Sie fühlen sich unzureichend informiert. eGK Aktuell informiert Sie von nun an in regelmäßigen Abständen über die wichtigsten Aspekte rund um die neue elektronische Gesundheitskarte.

80 Prozent der Krankenhäuser in Deutschland sind gut oder sehr gut aufgestellt, doch krankt jedes fünfte Haus hierzulande an mangelnder Wirtschaftlichkeit. Vor allem überdurchschnittlich viele Kliniken in öffentlicher Trägerschaft und Krankenhäuser in den alten Bundesländern müssen sich mittelfristig ernsthaft Sorgen um ihre Existenz machen.

Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Forschungs- und Entwicklungsvorhabens ist es gelungen, durch sichere Online-Verbindungen zwischen Arztpraxen in verschiedenen Testregionen und den Krankenkassen erfolgreich Versichertendaten der neuesten Version der elektronischen Gesundheitskarte zu aktualisieren.