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Experten gehen davon aus, dass ein Viertel aller Verkehrsunfälle auf Übermüdung zurückzuführen sind. Damit übertrifft das kurze Einnicken als Unfallursache sogar Alkohol am Steuer. Bei Müdigkeit durch einmaligen Schlafmangel können auch laute Musik und offene Fenster zumindest kurzzeitig wieder fit machen. Bei Schlafapnoe helfen diese Methoden jedoch nicht mehr, der Schlafmangel ist hier schon chronisch.

Obwohl die Krankheit weit verbreitet ist, wird sie oft nicht erkannt und leichtfertig nur als störendes Schnarchen abgetan. Die Alarmsignale sind allerdings eindeutig: Unruhiger, nicht erholsamer Schlaf mit lautem Schnarchen und längeren Atemstillständen sowie Konzentrationsschwierigkeiten, Vergesslichkeit und Müdigkeitsanfälle am Tag. Wer diese Symptome nicht behandeln lässt, dem droht bei einem Unfall der Entzug der Fahrerlaubnis und der Verlust des Kasko-Versicherungsschutzes. Dabei lassen sich die Symptome schon mit einer Atemmaske einfach beheben.

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Ist man mit 100 km/h unterwegs und schließt lediglich für eine Sekunde die Augen, legt man fast 28 Meter blind zurück. Diese einfache Rechnung zeigt, wie fatal es ist, wenn man beim Autofahren auch nur für einen Moment einnickt. Dabei ist die Gefahr umso größer, je höher die Geschwindigkeit ist. Gerade noch einmal Glück hatte der Ingenieur Dr. Gerhard Ernst, als er eines Abends nach anstrengenden Beratungen auf der Autobahn mit hohem Tempo nach Hause fuhr. „Schon seit einiger Zeit hatte ich bemerkt, dass ich sowohl tagsüber als auch abends ungewöhnlich schnell müde wurde“, berichtet er.

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