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Kuratorium perfekter Zahnersatz: sorgfältige Pflege auch bei Zahnersatz wichtig – Entzündungen in der Mundhöhle sind Risiko für Allgemeingesundheit. Plötzlich „passt“ die Prothese nicht mehr: Schmerzhafte Druckstellen entstehen, das Zahnfleisch entzündet sich. „Harte und weiche Zahnbeläge können dazu führen, dass die Prothese an Halt verliert“, sagt Professor Hans-Christoph Lauer, Leiter des wissenschaftlichen Beirats des Kuratoriums perfekter Zahnersatz (KpZ). Der Belag aus Bakterien und Essensresten gefährdet zum einen den Zahnersatz. Zum anderen sind Keime in der Mundhöhle ein Risiko für die Gesundheit insgesamt.

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Zahlreiche Studien legen die Vermutung nahe, dass eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparats, Parodontitis genannt, Arteriosklerose, Diabetes, Rheuma oder Frühgeburten begünstigt. Experten empfehlen auch deshalb sorgsame Mundhygiene. Das KpZ geht noch einen Schritt weiter: „Es ist wichtig, dass Patienten bereits bei der Entscheidung für Zahnersatz mit berücksichtigen, ob und wie sie ihn sorgsam reinigen können.“ Erkrankungen wie Parkinson und Arthritis beispielsweise schränken die Beweglichkeit der Hände deutlich ein. „Das erschwert natürlich die Reinigung. Besprechen Sie solche Probleme offen mit Ihrem Zahnarzt oder Ihrem Zahntechniker.“

So gibt beispielsweise eine professionelle Zahnreinigung in der Praxis wertvolle Unterstützung bei Putzdefiziten. „Auch bei der Gestaltung des Zahnersatzes kann das Dentallabor auf die individuellen Fertigkeiten Rücksicht nehmen“, erklärt Professor Ina Nitschke. Sie ist  Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin und gehört wie Lauer dem wissenschaftlichen Beirat des KpZ an. „Wenn Sie neuen herausnehmbaren Zahnersatz erhalten, lassen Sie sich die Handhabung in Ruhe zeigen und üben Sie auch ein Wenig. Das erleichtert Ihnen das Einsetzen und das Herausnehmen.“

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