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80 % der Bevölkerung sind unterversorgt, 30 % weisen sogar schweren Mangel auf. Bestimmung des 25-Vitamin D-Spiegels bei Risikopatienten einmal jährlich empfohlen. Das Wetter in Deutschland, die heutigen Arbeitsgewohnheiten, bei denen man sich überwiegend in Innenräumen aufhält, und die Schutzmaßnahmen gegen UV-Licht im Rahmen der Malignomprophylaxe machen es zunehmend schwer, die 30 Minuten Sonnenlichtexposition der Haut zu erreichen, die der menschliche Körper pro Tag braucht, um ausreichend Vitamin D (VitD) zu produzieren.

Eine kürzlich veröffentlichte, umfassende Studie  des Laborverbunds LADR, die mit der Universität Lübeck erarbeitet wurde, zeigt nun das Ausmaß der Problematik in Norddeutschland, wo die UVB-Strahlung besonders gering ist: Die Analyse von 100.000 Blutproben aus fünf Bundesländern stellte bei circa 80 Prozent der Bevölkerung unabhängig von Alter und Geschlecht eine nicht-optimale Versorgung mit Vitamin D fest. In den Monaten Januar bis April litten sogar mehr als 30 Prozent der untersuchten Personen an einem schweren Mangel. Neben den Senioren waren insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene betroffen, in dieser Gruppe konnte bei circa 25 Prozent eine schwere Defizienz detektiert werden. Die Studie fordert daher, zumindest bei Risikopatienten einmal pro Jahr in den Monaten Januar bis April den 25-VitD-Spiegel zu bestimmen, um bei Versorgungsmängeln rechtzeitig präventiv eingreifen zu können.

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