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Ärzte, Apotheker, Krankenhäuser und Pharmaindustrie müssen einen Beitrag leisten, um das Defizit der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu verringern. Das fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) anlässlich neuer Zahlen zur Finanzlage der GKV, die der Schätzerkreis am Mittwoch vorstellen wird.

"Es kann nicht sein, dass die gesetzlich Versicherten mit Zusatzbeiträgen zur Kasse gebeten werden, während andere ihre Besitzstände wahren", kritisiert Vorstand Gerd Billen. Der vzbv sieht im Gesundheitssystem an zahlreichen Stellen Wirtschaftlichkeitsreserven.

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Verschärft durch die Wirtschaftskrise öffnet sich in der GKV die Schere zwischen sinkenden Einnahmen und beständig steigenden Ausgaben immer weiter. Wie 2010 droht auch im kommenden Jahr ein Defizit in Milliardenhöhe. Viele Verbraucher werden deshalb mit Zusatzbeiträgen belastet. Die jüngst von der Koalition vorgestellten Maßnahmen bei den Arzneimittelpreisen lassen Einsparungen in Höhe von 1,15 Milliarden Euro erwarten. "Das reicht nicht, um weitere Zusatzbeiträge zu verhindern", so Billen.

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