Ausgangs-Situation - Die Arbeit einer Arztpraxis ist umso reibungsloser und produktiver, je besser die Harmonie des gesamten Teams ausgeprägt ist. Teamharmonie bezeichnet einen Zustand, bei dem sowohl Strukturen und Prozesse (funktionelle Harmonie) als auch Verständnis und Akzeptanz untereinander (ideelle Harmonie) weitgehend optimiert sind.

Studien-Design

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In einer aktuellen Untersuchung wertete das Institut für betriebswirtschaftliche Analysen, Beratung und Strategie-Entwicklung (IFABS) in Düsseldorf die teambezogenen Mitarbeiterangaben aus 970 zufällig ausgewählten Allgemeinarzt-Praxen aus, in denen eine Praxisanalyse des Instituts durchgeführt wurde. Das IFABS-Analysesystem überprüft routinemäßig mittels einer Befragung der Mitarbeiterinnen den Umsetzungsgrad der zehn Schlüsselfaktoren erfolgreicher Teamarbeit.

Ergebnisse

Der vierte Schlüsselfaktor erfolgreicher Teamarbeit ist die Gleichbehandlung aller Mitarbeiterinnen durch die Praxisführung. Jede Mitarbeiterin – auch Auszubildende - muss die Möglichkeit haben, bei Besprechungen oder in Diskussionen ihre Meinung zu äußern. Alle Beiträge sind gleichwertig zu behandeln und deren Kernpunkte zu berücksichtigen. Niemand darf ausgeschlossen werden.
Team-Disharmonie entsteht, wenn z. B. in Besprechungen die Meinungen einzelner Kolleginnen abgewürgt oder ihre Vorschläge einfach ignoriert werden. Harmonie-senkend wirkt auch, wenn die Gruppe nur auf bestimmte Mitglieder hört oder der Praxisinhaber stets allein die Meinung vorgibt.
Die Auswertung der Praxisanalysen ergab zu diesem Aspekt folgendes Profil:
Anteil der Arztpraxen mit Gleichbehandlung: 47%
Anteil der Arztpraxen ohne Gleichbehandlung: 53 %

(Teil 5 bis Teil 10 folgen)

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