Ausgangs-Situation: Die Arbeit einer Arztpraxis ist umso reibungsloser und produktiver, je besser die Harmonie des gesamten Teams ausgeprägt ist. Teamharmonie bezeichnet einen Zustand, bei dem sowohl Strukturen und Prozesse (funktionelle Harmonie) als auch Verständnis und Akzeptanz untereinander (ideelle Harmonie) weitgehend optimiert sind.

Studien-Design
In einer aktuellen Untersuchung wertete das Institut für betriebswirtschaftliche Analysen, Beratung und Strategie-Entwicklung (IFABS) in Düsseldorf die teambezogenen Mitarbeiterangaben aus 970 zufällig ausgewählten Allgemeinarzt-Praxen aus, in denen eine Praxisanalyse des Instituts durchgeführt wurde. Das IFABS-Analysesystem überprüft routinemäßig mittels einer Befragung der Mitarbeiterinnen den Umsetzungsgrad der zehn Schlüsselfaktoren erfolgreicher Teamarbeit.

Ergebnisse
Teil3: Definition der Aufgabenstellungen
Die Definition von Zielen und Verantwortlichkeiten allein reichen jedoch noch nicht aus, produktiv im Team zusammen zu arbeiten. Vielmehr müssen auch die Aufgabenstellungen eindeutig formuliert und aufeinander abgestimmt sein. Mögliche Unstimmigkeiten können dann in kurzen Diskussionen geklärt werden. Erst diese Konstellation hilft den Teammitgliedern, die verschiedenen Aufgaben zu erfüllen, die durch den Arbeitsplatz und die Kollegen an sie herangetragen werden.
Ist der beschriebene Handlungsspielraum so nicht gegeben, klagen Mitarbeiterinnen darüber, dass sie im Laufe eines Arbeitstages von den Kolleginnen ständig gebeten werden, verschiedene Arbeiten gleichzeitig zu erledigen. Dadurch kommt es zu Überschneidungen und nichts wird richtig erledigt.

Die Auswertung der Praxisanalysen ergab zu diesem Aspekt folgendes Profil:

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  • Anteil der Arztpraxen mit Aufgabendefinitionen: 41%
  • Anteil der Arztpraxen ohne Aufgabendefinitionen: 59 %

(Teil 4 bis Teil 10 folgen)

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