Quelle: Uwe Klössing, Werdewelt GmbH  / Bildttext: Marcell Engel verfügt über viele Erfahrungen im Bereich von Epidemien und Pandemien.

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Das ist für mich und meine Teams aber selbstverständlich. Wir wissen, dass die momentane Situation bei vielen Menschen Ängste und Unsicherheit auslösen. Und wir merken, dass durch die Gespräche, also durch den zwischenmenschlichen Kontakt, der im Rahmen unserer Tätigkeit entsteht, diese ein Stück weit genommen werden. Das ist mir wichtig und ich bin froh, dass meine Mitarbeiter dies genauso sehen."

Wie schätzen Sie die weitere Entwicklung bis zum Frühjahr ein?

"Die derzeitige Zielsetzung ist, mit der Impfung die Pandemie in den Griff zu bekommen, um die Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Ich wage stark zu bezweifeln, dass dies bis zum kommenden Frühjahr gelingt. Die derzeitigen Maßnahmen wie Light-Lockdown werden uns bis Ostern sicher noch begleiten. Denn die Gefährdung liegt ja im Zusammenkommen von vielen Menschen in geschlossenen Räumen. Somit erwarte ich erst im späten Frühjahr Entspannung, wenn die Temperaturen steigen und die Infektionszahlen sinken. So wie es im Übrigen ja auch absehbar war und die Virologen es schon lange - und im Anschluss daran auch die Regierung - sagen.

In dem Zusammenhang hätte ich mir gewünscht, dass von Anfang an viel stärker an die Solidarität und auch Eigenverantwortlichkeit aller Bevölkerungsgruppen appelliert worden wäre. Hier ist jeder gefordert. Das Tragen von Nasen-Mundschutz sollte inzwischen eine Selbstverständlichkeit sein. Das schützt ja nicht nur vor dem Corona-Virus, sondern auch vor anderen Bakterien und Keimen. Gerade in der Erkältungszeit ist es also doppelt nützlich. Ebenso das Abstand halten.

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