Seiten

Platz 1: Medikamente, die krank machen – Jährlich sterben bis zu eine Millionen Menschen an gefälschter Medizin. Bis zu 41 Prozent der weltweit vertriebenen Arzneimittel sind gefährliche Plagiate  – im Netz sind es sogar bis zu 60 Prozent . Besonders hoch im Kurs stehen schwer erhältliche Arzneimittel, etwa solche, die rezeptpflichtig, illegal oder sehr teuer sind. Dabei sind fehlende Wirkstoffe noch die geringste Gefahr. Aufgrund falscher Zusammensetzung oder Dosierung besteht das Risiko starker Nebenwirkungen, die im Einzelfall sogar tödlich enden können.

Platz 2: Schwindel mit Lebensmitteln – Süßwaren, Diätpräparate oder Luxusdelikatessen wie Kaviar, Schinken und Champagner – Marken-Piraten kopieren alles, wenn die Gewinnspanne stimmt. Erst kürzlich stellte Interpol bei einem in 47 europäischen Ländern durchgeführten Einsatz 2.500 Tonnen gefälschte Lebensmittel sicher . Der Plagiat-Handel mit Lebensmitteln ist besonders fatal, weil vielen Verbrauchern gar nicht bewusst ist, dass diese tatsächlich gefälscht werden können. Trotzdem haben Fälscher in China beispielsweise Milchpulver mit Melamin versetzt , woraufhin tausende Kleinkinder erkrankten.

Platz 3: Giftige Spirituosen – All-Inclusive-Urlauber sind besonders gefährdet. Im beliebten Urlaubsziel Türkei gab es immer wieder Schlagzeilen zu gepanschtem Alkohol, der in Hotels ausgeschenkt wurde. Ein gehöriger Kater nach dem Genuss von gefälschtem Schnaps wäre vermutlich harmlos, aber 2010 wurde bei einem deutschen Schüler während eines Türkei-Aufenthalts eine Methanolvergiftung  diagnostiziert. Auch in unserem Nachbarland Tschechien sind über 20 Menschen an den Folgen des Konsums falscher Spirituosen gestorben.

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv