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Der Fortschritt -also ein Segen- ist, dass diese Rückkehr zum „Naming and Shaming“ mittels schwarzer Listen von den G 20 wieder aufgenommen worden ist. In den späten 90er Jahren hatte die FATF –Financial Action Task Force– große Erfolge im Kampf gegen laxe Geldwäschekontrolle mit solchen Listen. Die Länder Schweiz, Israel, Liechtenstein und Ukraine hatten wegen dieser Listen dann endlich ihre Hausaufgaben in Sachen Anti-Geldwäsche gemacht. Leider wurden diese Listen und damit das erfolgreiche „Naming and Shaming“ von den Außenministern der großen Staaten Ende der 90er Jahre kassiert. Die Zukunft wird zeigen, ob sich die Finanzminister der Welt und ihre Steuerermittlungsbehörden mit den neuen schwarzen Listen durchsetzen können.

Ein Fluch wären die Listen, wenn sie vor allem dafür sorgen würden, dass die unkooperativen Länder nun globale Sammelbecken für Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Umgehung von Vorschriften zu Banken und Kapitalmarktaufsicht werden. Das kann nur verhindert werden, wenn der Druck der Politik und der kooperativen Marktteilnehmer aufrecht erhalten werden kann.

Transparency International wird sich als NGO im Kampf gegen Korruption und Bestechung weltweit über die 90 Chapter seiner Organisation für eine konsequente Handhabung dieser Listen einsetzen. Denn es ist erwiesen, dass die Abwicklung von Bestechung und Bestechlichkeit immer in solchen Finanzcentren statt findet, in denen Amtshilfe bei Ermittlungsverfahren verweigert oder auch nur erschwert wird.

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