Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft fordert für die ca. 200.000 Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen und Sozialarbeiterinnen im öffentlichen Dienst bessere Eingruppierungen und Gesundheitsförderung im Erziehungsdienst. Mehr als 15.000 Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst beteiligen sich am 18.05.2009 bundesweit am Streik, zu dem die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) aufgerufen hat.

Damit wurde der am Freitag begonnene Streik für einen Gesundheitstarifvertrag wie angekündigt ausgeweitet. Schwerpunkte sind am heutigen Montag die Länder Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg und Hessen. Von Arbeitsniederlegungen betroffen sind hier insbesondere Bochum, Dortmund, Düsseldorf, Nürnberg und München, Stuttgart sowie Frankfurt/Main und Südhessen. Zahlreiche Kindertagestätten, Jugendhilfeeinrichtungen und Sozialdienststellen blieben wegen des Streiks geschlossen. In Niedersachsen wird vor allem in Hannover und Braunschweig gestreikt, im Saarland ist Saarbrücken Schwerpunkt, in Rheinland-Pfalz unter anderem die Stadt Ludwigshafen.

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Die Eltern wurden in den jeweiligen Einrichtungen frühzeitig auf die Streikaktionen, die auch morgen bundesweit fortgesetzt werden, informiert.

„Noch immer haben die kommunalen Arbeitgeber keine Bereitschaft signalisiert, ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch zu legen, das die Gesundheit und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten verbessern würde“, kritisierte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Achim Meerkamp. Mit ihrer Verzögerungstaktik hätten die Arbeitgeber den Streik provoziert und viel Unverständnis und Unmut bei den rund 220.000 betroffenen Beschäftigten aber auch bei den Eltern geerntet. Immer wieder würden Eltern deutlich machen, dass ihnen an besseren Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten gelegen seien und sie deren Forderungen vehement unterstützen. Das käme auch den betreuten Kindern und Jugendlichen zu Gute.

ver.di hatte in einer repräsentativen Umfrage festgestellt, dass rund 87 Prozent der Erzieherinnen durch die erhöhte Arbeitsintensität, durch zu wenig Personal, Lärmbelastungen und körperliche Belastungen, unter gesundheitlichen Problemen leiden.

Die Streiks im Sozial- und Erziehungsdienst werden morgen in den gleichen Schwerpunktländern, die bislang von Aktionen betroffen waren, fortgesetzt. Damit für die Eltern während des langen Wochenendes rund um den Himmelfahrtstag keinerlei Informationsprobleme auftreten, weist ver.di schon jetzt darauf hin, dass die Arbeitsniederlegungen fast überall am kommenden Dienstag, dem 26. Mai fortgesetzt werden. Dann werden auch die neuen Bundesländer betroffen sein. Eltern könnten sich schon jetzt über eventuelle Arbeitsniederlegungen in ihren Einrichtungen informieren.

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