Foto: aboutpixel.deFlexible Beschäftigungsformen wie Teilzeitarbeit und Zeitarbeit haben in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Dies wird zuweilen als sozialpolitisches Problem dargestellt: Immer mehr Menschen müssten in unsicheren Jobs arbeiten. Tatsächlich aber handelt es sich um einen beschäftigungspolitischen Erfolg: Immer mehr Menschen gehen einer Arbeit nach. 

Die größten Zuwächse bei untypischen Jobs gab es im Bereich der Teilzeitarbeit. In diesem Segment stieg die Zahl der Erwerbstätigen von 1999 bis 2009 um 2,6 Millionen, darunter 1,8 Millionen Frauen. Doch dieser Zuwachs erfolgt nicht auf Kosten der Vollzeitbeschäftigung. Vielmehr handelte es sich um zusätzliche Arbeitsplätze.

Die Häufigkeit von Vollzeitjobs ist trotz aller Arbeitsmarktkrisen der Vergangenheit weitgehend stabil geblieben. Im Jahr 2009 waren 59,7 Prozent der Männer im erwerbsfähigen Alter vollzeitbeschäftigt. 10 Jahre zuvor waren es mit 60,7 Prozent kaum mehr. Bei den Frauen sank der Anteil der Vollzeitbeschäftigten nur geringfügig von 32,9 auf 32,7 Prozent. Eine Krise des Normalarbeitsverhältnisses sieht anders aus.

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