Quelle:   / Bildttext: Agne Vaitkevičiene, Executive Director und Vice-President Lithuanian Biotechnology Association

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Es ging um DNA, RNA, und das erste Thema waren die Mutationen der Mukoviszidose. Man dachte darüber nach, sie mit Gentherapie zu heilen, und es gab damals viel Enthusiasmus, der aber leider wieder verflog, weil es keine Fortschritte gab, die wir jetzt endlich haben.

 

Interessant ist, dass es aktuell in Deutschland Firmen gibt, die versuchen, die Gentherapie bei Augenkrankheiten einzusetzen. Allerdings ist es sehr schwierig, Risikokapitalgeber zu überzeugen, solche Projekte zu finanzieren, obwohl sie ein hohes Potenzial haben. Und wenn Wissenschaftler erst einmal damit begonnen haben, die Gentherapie für einige wenige Krankheiten einzusetzen, wird es wesentlich einfacher, die Technologie auch für andere Krankheiten zu nutzen. Daher braucht die Pharmaindustrie die Finanzierung von Gentherapieprojekten.

Deutschland und Litauen können zusammen viel erreichen

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Wie die Diskussionsteilnehmer übereinstimmend feststellten, ist es wichtig zu bedenken, dass die Gentherapie-Forschung und sogar die Behandlungen noch sehr teuer sind. Daher haben sowohl Patienten als auch Investoren immer noch Angst, in sie zu investieren, ohne eine gewisse Sicherheit auf eine signifikante Anzahl von Erfolgsfällen zu haben. Natürlich ist die Gentherapie dafür gemacht, sehr seltene Krankheiten zu behandeln, und diese neue Technologie würde es erlauben, die Krankheiten nur einmal zu heilen. Das würde für die Behandlung ausreichen, aber die Verfügbarkeit für die Öffentlichkeit ist immer noch ein Problem, so dass die Senkung der Kosten für die Behandlungen und die Forschung die größte Herausforderung ist.

Die Lösung dieses Problems ist durch eine intensive Zusammenarbeit nicht nur zwischen Unternehmen, sondern auch zwischen Ländern möglich. Zum Beispiel hat Litauen ein sehr hohes Potenzial bei der Cas9-Technologie.

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