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Unkonventionelle Doktorarbeit über den Alltag in einem Hospiz ausgezeichnet

Für seine ungewöhnliche Doktorarbeit "Sterben im Hospiz. Der Alltag in einer alternativen Pflegeeinrichtung" wird Dr. rer. pol. Stephan Dreßke mit dem Georg-Forster-Preis ausgezeichnet.

Die Arbeit wurde von Prof. Dr. Gerd Göckenjan, dem Geschäftsführenden Direktor des ISOSD, betreut. Für seine Dissertation hat Dreßke sich als teilnehmender Beobachter 16 Wochen lang in das Hospizleben eingegliedert, was ihm einen mikroskopischen Blick auf das Sterbegeschehen ermöglichte. Dreßke verzichtete bewusst auf die akademischen Konventionen der Präsentation einer Promotionsarbeit - wie etwa die Gliederung des Textes in Einleitung, Theorie, Methode, Analyse und Zusammenfassung - zugunsten eines thematisch gegliederten, sehr untechnischen Fließtextes. Präzise, den gesellschaftlich normativen Rahmen vom "guten Sterben im Hospiz" entmythologisierende Beschreibungen paart er mit Illustrationen durch Fallbeispiele. Mit diesem methodischen Ansatz wahrt Dreßke die Doppelloyalität gegenüber wissenschaftlicher Redlichkeit und den legitimen Anliegen der beteiligten Personen.



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