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Mitarbeitergesundheit: Fehlzeiten haben als Messinstrument ausgedient

Niedrige Fehlzeitenraten galten in vielen Branchen lange Zeit als Indiz für gesunde und leistungsfähige Mitarbeiter. Doch in den Großunternehmen hat ein Umdenken eingesetzt. Der Erkenntnis folgend, dass dauerhaft gestresste und überarbeitete Mitarbeiter kein Gewinn für ein Unternehmen sind, investiert die IT- und Dienstleistungsbranche zunehmend in die Gesundheit und Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter.

Hier sind es nicht selten die Vorstandsetagen, die auf Programme zur Stressreduktion und Erholungspausen drängen. Vor allem die großen Konzerne setzen auf intelligente Systeme zur Abfederung hoher Stressbelastung und Verbesserung der Führungskultur. Das ist ein Ergebnis des Corporate Health Award 2010 von Handelsblatt, TÜV Süd Life Service und EuPD Research. Mit Unterstützung der Techniker Krankenkasse und der Commerzbank zeichnet der Corporate Health Award jährlich Unternehmen mit besonders vorbildlichen betrieblichen Gesundheitskonzepten aus.

Die gesündesten Unternehmen mit besonders vorbildlichen Gesundheitskonzepten wurden am 24. November im Berliner Umweltforum unter Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales mit dem Corporate Health Award 2010 ausgezeichnet. Basis bildete ein mehrstufiges, expertengestütztes Bewertungssystem, das ein Corporate Health Audit im Unternehmen und einen eintägigen Expertenworkshop einschließt. Im Bereich IT/Dienstleistung haben sich mehr als 40 große Unternehmen beworben, die allesamt gute betriebliche Gesundheitssysteme etabliert haben. Hier konnte die Deutsche Telekom AG den ersten und IBM Deutschland den zweiten Platz belegen. Beide Unternehmen haben exzellente Gesundheitssysteme etabliert, die deutschlandweiten Vorbildcharakter haben.

Die Themen psychische Belastung und Stress stehen dabei ebenso im Vordergrund wie ein breites Angebot an Vorsorgeuntersuchungen und Check-ups. So bieten rund 72,5 Prozent der teilnehmenden Unternehmen der IT- und Dienstleistungsbranche ihren Mitarbeitern eine Sozialberatung, 77,5 Prozent haben Seminare zum Stressmanagement etabliert und 70 Prozent bieten regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen bzw. Gesundheitsscreenings an.

Patric Traut, Gesundheitsmanager der IBM Deutschland meint dazu: "Wir entwickeln unsere Gesundheitsangebote stetig weiter, wobei bewährte Angebote langfristig im Programm bleiben. Hochwertige Vorsorgeangebote wie Hautscreenings vor Ort und Gesundheits-Checks stehen dabei hoch in der Gunst unserer Beschäftigten. Daneben hat das Thema psychische Belastung und Stressmanagement in den letzten zwei Jahren an Wichtigkeit gewonnen. Daher bieten wir u. a. Vorträge, Messungen der Herzratenvariabilität sowie Stressmanagementkurse auf individueller oder auf Teamebene an."

Corporate Health Award 2010
Der Corporate Health Award ist der führende Wettbewerb zum nachhaltigen betrieblichen Gesundheitsmanagement im deutschsprachigen Raum. Jährlich werden durch Handelsblatt, TÜV SÜD Life Service und EuPD Research die Unternehmen mit den besten betrieblichen Gesundheitskonzepten ausgezeichnet. Der Corporate Health Award steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und wird durch die Techniker Krankenkasse und die Commerzbank unterstützt. Weitere Partner des Corporate Health Awards 2010 sind Insa Gesundheitsmanagement, das Fürstenberg Institut und HDP Health Development Partner. Informationen zur diesjährigen Preisverleihung und weitere Unterlagen finden Sie auch unter www.corporate-health-award.com.


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