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Krankenhäuser fehlen 3,5 Mrd. € für die Patientensicherheit in 2011 & 2012

2009 wurden für die Versorgung der rd. 17,5 Mio. stationären Patienten im Krankenhaus € 56 Mrd. von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Gemäß des vom BMG veröffentlichten Referentenentwurfs vom 25.08.2010 ist unter anderem geplant, dass die Partner im Gesundheitswesen rund € 11 Mrd. Kosten einsparen sollen.

Von diesem Sparpaket sind hier die 2.083 deutschen Krankenhäuser mit ihren 503.000 Betten für die Jahre 2011 und 2012 mit jeweils rund € 1,75 Mrd. betroffen, da ihnen die anfallenden Personal- sowie Sachkostensteigerungen nicht kompensiert werden. Hieraus ergibt sich ein zu bewältigendes Einsparungsvolumen der deutschen Krankenhäuser von insgesamt € 3,5 Mrd.: Dies entspricht einem jährlichen Betrag von rd. € 3.400.- je Krankenhausbett.

Vor dem Hintergrund, dass die Krankenhäuser in den vergangenen Jahren bereits ein konzentriertes Sach- und Personalkostenmanagement umsetzen mussten, werden zukünftig diese durch die klassischen Einsparinstrumente wie z.B. Reduzierung der Sachkosten oder durch Personalabbau die oben aufgeführte Finanzlücke nicht zu decken sein, ohne dass Patienteninteressen betroffen würden. „Von daher werden sich die Krankenhäuser verstärkt mit dem Thema des Prozessmanagement im Sinne von Standard Operation Procedures (SOPs) beschäftigen müssen, um unter diesen Rahmenbedingungen die Budget-, Patientensicherheits- und Qualitätserfordernisse in ihrem Krankenhaus auch weiterhin erfüllen zu können“, sagt Herr Prof. Dr. med. Dipl.-Kfm. (FH) Rainer Riedel, Direktor des Instituts für Medizin-Ökonomie & Medizinische Versorgungsforschung  (iMÖV) der Rheinischen Fachhochschule Köln. Im Hinblick auf diese zu erwartende Entwicklung wird das Krankenhausmanagement  gefordert werden, entsprechende Projekte bereits in den kommenden Monaten vorausschauend auf den Weg zu bringen.

Mögliche Antworten zu den Fragen der Patientensicherheit werden auch auf dem diesjährigen 8. Rheinischen Kongress für Gesundheitswirtschaft am 21. und 22. September 2010 in Köln diskutiert. Das Programm steht Ihnen unter www.rfh-gwk.de zum Download zur Verfügung.

Kongresskoordinatorin: Sarah Remy, Kongresshotline:0221-5468786, remy@rfh-koeln.de

Pressekontakt: Prof. Dr. med. Dipl.-Kfm. (FH) Rainer Riedel, Institut für Medizin-Ökonomie & Medizinische Versorgungsforschung (iMÖV), Rheinische Fachhochschule Köln gGmbH, Telefon: 0221–20302-30, E-Mail: info@imoev.de


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