Mitglieder-Beiträge Aktuelle Beiträge Alle Beiträge VERSORGUNGSMANAGEMENT 2020 bietet Qualitätsberichte für die Hilfsmittel- und HomeCare-Versorgung

Mitgliederbeiträge

VERSORGUNGSMANAGEMENT 2020 bietet Qualitätsberichte für die Hilfsmittel- und HomeCare-Versorgung

Salenus Vertragspartner mit herausragender Qualitätsdarstellung und Ergebnismessung! Qualitätsberichte mit einer transparenten Darlegung der Ergebnisqualität ist die höchste Stufe von Qualitätsdarstellung. Nur die Ergebnisse einer Versorgung spiegeln wider, inwiefern Ziele ärztlich verordneter Leistungen erreicht werden konnten. Eine Leistungs- und Qualitätsdarstellung, in anderen Bereichen des Gesundheitswesens seit Jahren gängige Praxis, ist für die Hilfsmittel- und HomeCare-Versorgung in Deutschland neu.

Im Rahmen des Projekts VERSORGUNGSMANAGEMENT 2020 bietet Salenus seit Januar 2010 Qualitätsberichte für die erbrachten Hilfsmittel- und HomeCare-Versorgungen an. Die Qualitätsberichte 2009 werden auf Grundlage der Rahmenverträge mit Leistungserbringern zum VERSORGUNGSMANAGEMENT 2020 von der Salenus GmbH für jeden Vertragspartner erstellt. Der im Januar 2010 veröffentlichte Muster Qualitätsbericht aller Versorgungsdaten der Leistungserbringer berücksichtigt einen Auszug der tatsächlich vorhandenen Daten und Erhebungen. Er bietet Krankenkassen, Medizinischen Diensten sowie Ärzten die systematische Aufarbeitung und Analyse der bei der Evaluation gewonnen Daten.

Nachdem lange Zeit in Hilfsmittelverträgen der Krankenkassen der Struktur- und Prozessqualität eine zentrale Bedeutung zugewiesen wurde, wird durch Veränderungen der Vertragslandschaft die Bedeutung der Ergebnisqualität in den Mittelpunkt gerückt. Die Ergebnisqualität orientiert sich an den End- bzw. Zielpunkten der Hilfsmittel- und HomeCare-Versorgung und beschreibt somit das Ausmaß der Erreichung von Versorgungszielen. Das ist eine vom Gemeinsamen Bundesausschuss in den Hilfsmittel-Richtlinien seit Februar 2009 vorgeschriebene zentrale Bedingung bei der Hilfsmittel Verordnung.

Besonders unter dem Druck einer Präqualifizierung von Leistungserbringern für das Vertragswesen nach dem SGB V machen die Qualitätsberichte im Rahmen eines Versorgungsmanagements deutlich, dass zwischen der Güte von Strukturen bzw. Prozessen und der Qualität des Ergebnisses keine mathematisch exakt quantifizierbare Korrelation besteht.

Die auf Grundlage der Hilfsmittel-Richtlinien und eingehender Literaturrecherche entwickelten Qualitätsindikatoren in den Salenus Qualitätsberichten können nicht aus den administrativen Daten der Sanitätshäuser oder HomeCare-Unternehmen oder deren Strukturqualität abgeleitet werden.

Dies bedeutet, dass der zusätzliche Dokumentationsaufwand für den verordnenden Arzt und das Sanitätshaus im Projekt VERSORGUNGSMANAGEMENT 2020 zu einem sinnvollen Vergleichs- und Steuerungsinstrument auf Basis verlässlicher und aussagekräftiger Inhalte geworden ist.

Die Qualitätskennzahlen beim VERSORGUNGSMANAGEMENT 2020 werden nicht abgekoppelt von den Leistungsdaten dargestellt, sondern alle versorgungsspezifischen Ergebnisse stellen den zentralen Teil der Qualitätsberichte dar. So wird die Zufriedenheit mit der Versorgung zum einen aus ärztlicher Sicht und zum anderen aus Patientensicht erfasst und bewertet.

Zusätzlich bieten die Qualitätsberichte aussagekräftige Angaben darüber, ob die vom Arzt festgelegten Versorgungsziele durch die Hilfsmittel-oder HomeCare-Versorgung erreicht wurden.

„Wir konnten beim Einsatz von Hilfsmitteln im Bereich der Pflege bei 54 % der Versorgungen eine positive Einflussnahme auf den Pflegeprozess und bei 62% der Pflegebedürftigen eine verbesserte Bewältigung der täglichen Routine feststellen“, betont Thomas Bade, Geschäftsführer der Salenus GmbH.

Bei der Hilfsmittelversorgung in der Pflege werden von den Leistungserbringern sehr gute Ergebnisse ausgewiesen. Dieser Versorgungserfolg drückt sich in einem Anstieg des Barthel-Index von im Durchschnitt 69 Punkten vor der Hilfsmittelversorgung auf 84 Punkte nach der Hilfsmittelversorgung aus.

Nach dem Start von VERSORGUNGSMANAGEMENT 2020 im Sommer 2009 wurden insgesamt 16.320 Datensätze der Salenus Vertragspartner ausgewertet. „Nach nur sechs Monaten sind wir sehr stolz auf dieses Ergebnis,“ führt Thomas Bade weiter aus.

Damit die VERSORGUNGSMANAGEMENT 2020 Qualitätsberichte in Zukunft zu einem sinnvollen Vergleichs- und Steuerungsinstrument auf Basis verlässlicher und aussagekräftiger Inhalte vor allem für Verträge nach § 127 SGB V werden, bedarf es der Weiterentwicklung seiner Inhalte.

Um Qualität zu messen und vergleichend darzustellen, ist die Festlegung von Qualitätsindikatoren durch die medizinischen und pflege-wissenschaftlichen Fachgesellschaften notwendig. Um dies zukünftig sicherzustellen, hat Salenus am 25. Januar 2010 eine 40-seitige Dokumentation mit Vorschlägen für die wissenschaftliche Entwicklung von Instrumenten und Indikatoren im Rahmen der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung nach § 137a SGB V unter Berücksichtigung prioritärer ambulanter Versorgungsstrukturen der Hilfsmittel- und HomeCare-Versorgung beim AQUA-Institut eingereicht.

Nur durch eine konsequente Berücksichtigung der Hilfsmittel- und HomeCare-Versorgung bei der wissenschaftlichen Entwicklung von Instrumenten und Indikatoren zur sektorenübergreifenden Qualitätssicherung durch die ärztlichen Fachgesellschaften kann erreicht werden, dass Hilfsmittelverträge nach § 127 SGB V zukünftig sowohl Leistungsmessung, Leistungsbeurteilung als auch Leistungsrückmeldung berücksichtigen und evidenzbasierte Qualitätsindikatoren einsetzen, um die Preisfindung bei Ausschreibungen über das Versorgungsergebnis zu ermitteln.

In Zukunft wird der Qualitätsbericht für ein Sanitätshaus, HomeCare-Unternehmen oder in der Orthopädie-Technik über Verträge und damit über die Versorgungsberechtigung entscheiden, denn das Bundeskartellamt hat sich in seinen Entscheidungen eindeutig für das marktwirtschaftliche Wettbewerbsinstrument der Ausschreibungen für Hilfsmittelverträge ausgesprochen. Die Urteile der obersten Kartellbehörde werden weitreichende Konsequenzen für die ambulante Versorgungssituation in Deutschland haben, denn ein „Zurück“ zur moderaten Kann-Vorschrift oder Zweckmäßigkeitsdefinition durch Krankenkassen für Ausschreibungen wird es nicht mehr geben.


Verwandte Artikel:
Neuere Artikel:
Ältere Artikel:

Leser Bewertung des Beitrags

Drucken

Benutzerdefinierte Suche

gesundheitswirtschaft.info - Newsticker