Medizin & Pharma

Eine Analyse der Berichterstattung über das Thema Nanotechnologie in deutschen Printmedien war Gegenstand eines Forschungsprojektes des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Ergebnis: Über Nanotechnologie wird nicht als Risikotechnologie berichtet, sondern es werden in den meisten Artikeln die Vorteile der neuen Technologie hervorgehoben.

Der Gesamtumsatz der produzierenden Medizintechnikunternehmen in Deutschland wird laut SPECTARIS-Prognose 2008 um rund fünf Prozent auf knapp über 18 Milliarden Euro zulegen - der Inlandsumsatz um knapp fünf Prozent auf sechseinhalb Milliarden Euro, der Exportumsatz in gleicher Höhe  auf knapp 12 Milliarden Euro.

Foto: photocase.comDie Veränderungen auf dem Apothekenmarkt kommen langsamer als erwartet, so das Fazit der Euroforum-Konferenz "Apothekenmarkt 2009" Ende Oktober in Frankfurt. Sollte das Mehrbesitzverbot für deutsche Apotheken in den nächsten Wochen fallen, sei noch lange keine rasche Massengründung von Apothekenketten zu erwarten, lautete die mehrheitliche Meinung der Konferenzteilnehmer.

Siemens Healthcare hat erneut einen Großauftrag aus Korea an Land gezogen. Das neue Universitätskrankenhaus Pusan National University Hospital in der Stadt Yangsan wird von Siemens demnächst 44 medizinische Geräte erhalten. Zusätzlich hat das Klinikum mit Siemens einen Service-Vertrag für Wartung, Pflege und ständige Überwachung der Geräte geschlossen. Der Auftrag hat einen Wert von 20 Millionen US-Dollar.

Nach neuer Studie steigt das Kostensenkungspotenzial auf 2,7 Milliarden Euro
Im deutschen Gesundheitswesen steckt weiterhin ein enormes ungenutztes Einsparpotenzial, das durch die konsequente Nutzung moderner Medizintechnik ausgeschöpft werden könnte. Das unterstreicht die neue Studie der Technischen Universität Berlin und der Unternehmensberatung Droege&Comp.

Die deutschen Hersteller von orthopädischen Erzeugnissen und Mobilitätshilfen setzen zunehmend auf das Auslandsgeschäft. Im Jahr 2007 lag die Exportquote erstmals bei über 50 Prozent. Der Außenhandel überstieg damit das Inlandsgeschäft.

Siemens Healthcare bringt einen Scanner auf den Markt, der einen neuen Standard in der integrierten diagnostischen Bildgebung setzen wird. Der neue Biograph Molecular CT (mCT) verbindet erstmalig die Fähigkeiten eines leistungsstarken Computertomographen (CT) mit einem hochauflösenden PET-System (Positronen-Emissions-Tomographie).

Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, hat einen neuen Fachbereich „Soft Tissue Repair Implantate“ (FB STRI) gegründet. Der neue Fachbereich ist die Interessenvertretung der Anbieter von Implantaten zur Verstärkung für Weichgewebe wie Hernien oder Bänder.

Von Januar bis August 2008 sind die Ausgaben für Arzneimittel bei der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) um 6,2 Prozent je Mitglied im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. In den ersten acht Monaten 2007 mussten insgesamt 401 Millionen Euro für die Arzneimittel der Versicherten aufgewendet werden, in diesem Jahr betrugen die Kosten bereits 428 Millionen Euro.

Zwischen Januar und Juni 2008 stieg der Anteil der auf den Rezepten gesetzten aut idem-Kreuze, die ein Austauschverbot von Arzneimitteln durch den Apotheker bedeuten, im gesamten Markt der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) von 13% auf 16% an. Analysen von IMS zeigen, dass bei nicht-rabattierten Medikamenten das Verbot zur Substitution jedoch deutlich größer ausfällt als bei solchen unter Rabattvertrag.