Medizin & Pharma

Als Hersteller von Medizintastaturen stellt sich Man & Machine gegen die Verwendung von Nanosilber in Tastaturen. Trotz Wirksamkeit gegen bestimmte Bakterien birgt die Nutzung doch ein erhebliches Risiko. Angesichts der vielen Fragen rund um die möglichen Gefahren von Nanosilber, ist Man & Machine strikt gegen dessen Einsatz in Tastaturen. Aus diesem Grund bietet die Firma ausschließlich Tastaturen an, die frei von Nanosilber sind. Dennoch werden Nanopartikel im medizinischen Bereich eingesetzt, um Bakterien zu eliminieren. Doch Forscher schlagen Alarm, denn Nanosilber kann Auswirkungen auf unsere Gesundheit und Umwelt haben. Man & Machine ist der Ansicht, dass das Vorsorgeprinzip angewendet werden muss, um Patienten, Krankenhauspersonal und Natur vor jeglichem Risiko zu schützen.

Einen stärkeren Qualitäts- statt Preisfokus hat der Bundesverband Medizintechnologie im Zusammenhang mit den Vorfällen um Brustimplantate des französischen Herstellers PIP gefordert. "Wir brauchen eine Diskussion darüber, wie wir eine qualitativ hochwertige Versorgung der Patienten sicherstellen können. Das ist eine gemeinsame Verantwortung. Ärzte und Kliniken sind dabei ebenso in der Verantwortung wie die Hersteller und die Kostenträger. Ein reiner Preisfokus führt zu Qualitätseinbußen und Gefahren für die Patienten", so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt.

Anlässlich des europäischen "Limb Loss Day" am 3. Dezember macht der Medizintechnikverband SPECTARIS auf die Bedeutung einer zeitgemäßen, medizinischen Versorgung von Menschen mit Einschränkungen an den Gliedmaßen aufmerksam. Der südafrikanische Sprinter Oscar Pistorius, dem im Alter von elf Monaten die Beine unterhalb des Knies aufgrund eines Gendefekts amputiert werden mussten, setzt mit seinen sportlichen Erfolgen Maßstäbe – und zeigt damit auch, welche Lebensqualität hochtechnologische Prothesen schenken können.

Kooperationen mit Experten, erfolgreiches „Netzwerken“ und öffentliche Fördermaßnahmen sind das Erfolgsrezept der deutschen Medizintechnikhersteller, wenn es um ihre Innovationsfähigkeit geht. Das ist ein Ergebnis der Untersuchung „Erfolg durch Innovation: Das Innovationsmanagement der deutschen Medizintechnikhersteller“, die vom Branchenverband SPECTARIS mit herausgegeben wurde.

Quelle: BD MedicalBD Medical gibt die Einführung ihres Einweg-Autoinjektors BD Physioject™ bekannt. Dieses klinisch geprüfte, verlässliche und kostengünstige System ist speziell für Patienten mit chronischen Krankheiten wie rheumatoide Arthritis, Multiple Sklerose, Asthma und Osteoporose entwickelt worden.

Die Bundesrepublik Deutschland hat heute in Moskau das „Übereinkommen des Europarats über die Fälschung von Arzneimitteln und Medizinprodukten und über ähnliche die öffentliche Gesundheit gefährdende Straftaten“ unterzeichnet. Deutschland gehört zu den ersten 12 Unterzeichnerstaaten des Übereinkommens, mit dem erstmals ein internationaler Rechtsrahmen geschaffen wird, der das Fälschen von Arzneimitteln und Medizinprodukten international strafrechtlich sanktioniert.

Anhaltende, schwerwiegendere Wundheilungsstörungen sind ein Massenphänomen in Klinik und Praxis. Bis zu fünf Millionen Bundesbürger leiden nach Expertenangaben unter teils jahrelangen Heilungsproblemen. Kaltes Plasma, ein künstlich erzeugtes ionisiertes Gas, kann Abhilfe schaffen: Es tötet Viren, Bakterien und Pilze schnell, ohne Zellen zu gefährden oder Schmerz zu verursachen.

Mit einem Wert von mehr als zehn Milliarden Euro konnten die deutschen Medizintechnik-Hersteller ihren Umsatz im 1. Halbjahr 2011 um knapp zehn Prozent steigern. Bei einer Exportquote von 66 Prozent sorgte insbesondere das internationale Geschäft für positive Impulse. Der Auslandsumsatz legte um mehr als 13 Prozent zu. Das Inlandsgeschäft blieb dagegen mit einem schwachen Plus von knapp vier Prozent hinter den Erwartungen zurück. Die Zahl der Beschäftigten der rund 1.140 Betriebe lag mit 91.000 Mitarbeitern um drei Prozent über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Regelungen zur Nutzenbewerbung von Medizinprodukte sowie zu Standards bei Hilfsmitteln gehen in die richtige Richtung. Der Medizintechnik-Branchenverband SPECTARIS hat sich grundsätzlich positiv zum heute vorgelegten Entwurf des Gesetzes zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung geäußert. „Insbesondere die vorgeschlagenen Regelungen zur Nutzenbewerbung innovativer Medizinprodukte sowie zu den Versorgungs- und Leistungsstandards bei Hilfsmitteln gehen prinzipiell in die richtige Richtung“, sagte Geschäftsführer Tobias Weiler.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen will Patienten den Zugang zu Cannabis-Medikamenten verbessern. In einem Antrag (17/6127), der am Donnerstag in den Bundestag eingebracht werden soll, verlangen die Abgeordneten von der Bundesregierung die Vorlage eines Gesetzentwurfes, um betäubungsmittelrechtliche Strafverfahren bei Patienten zu vermeiden, ”wenn sie Cannabis auf der Basis einer ärztlichen Empfehlung besitzen, anbauen oder sich verschaffen“. Die Grünen verweisen darauf, dass das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bislang nur wenigen Patienten auf Antrag die Erlaubnis zum Bezug eines Extraktes oder von Cannabisblüten durch eine Apotheke erteilt habe.