Medizin & Pharma

Foto: photocase.comDer Umsatz der deutschen Biotechnologie-Branche ist im vergangenen Jahr von 827 Millionen Euro auf 945 Millionen Euro gestiegen. Die Zahl der deutschen Biotechnologie-Unternehmen hat sich leicht von 388 auf 391 erhöht. Die Zahl der bei deutschen Biotech-Unternehmen Beschäftigten ist von 9.606 auf 9.670 gestiegen. Bezieht man auch deutsche Tochterfirmen ausländischer Biotech-Unternehmen mit in die Berechnung ein, sind in der deutschen Biotechnologie-Branche sogar mehr als 12.000 Mitarbeiter tätig.

Von den weltweit 308 erfassten Unternehmen der Life Sciences-Branche, die sich die Erkenntnisse der Nanotechnologie zunutze machen, sind 66 Unternehmen in Deutschland angesiedelt. Damit liegt Deutschland hinsichtlich der Anzahl der Unternehmen dieser Branche europaweit an der Spitze.

Die Therapie von Autoimmunerkrankungen, insbesondere von rheumatoider Arthritis, mittels moderner Medikamente wird nach Schätzungen von IMS Health die deutschen Krankenversicherungen im Jahr 2008 ca. 940 Mio. Euro (zu Apothekenverkaufspreisen) kosten.

Grafik: IMS HealthDer Umsatz mit Arzneimitteln zu Lasten der GKV ist im Januar 2008 gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um 285 Mio. Euro auf 2,5 Mrd. Euro (Apothekenverkaufspreise) gestiegen. Das bedeutet einen Zuwachs von fast 13%. Der Absatz nach abgegebenen Packungen erhöht sich um 9%.

Die Unkenrufe der gesetzlichen Krankenkassen wegen drohender Beitragssatzerhöhungen werden stets wiederkehrend populistisch mit höheren Arzneimittelausgaben begründet. So falsch wie oft behauptet! Nach Angaben der ABDA, (Bundesvereinigung Deutscher Apothe- kerverbände), wird das Anstiegsvolumen in 2007 bei ca. 8% liegen.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat am Dienstag in Stuttgart auf der Didacta den Startschuss für die dreijährige Deutschlandtour des neuen nanoTruck gegeben. Die rollende Ausstellung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) informiert über die Chancen und Risiken der Nanotechnologie und zeigt Berufsaussichten in diesem Forschungsgebiet auf.

Pharmaunternehmen dürfen Ärzten keine teuren Geschenke machen – das hat jetzt die 1. Handelskammer des Landgerichts München I unter ihrem Vorsitzenden Richter Dr. Peter Guntz entschieden. 

Die Direktbelieferungen an die öffentlichen Apotheken erhöhten sich im Jahr 2007 um +9% auf 3,7 Mrd. Euro (Herstellerabgabepreise). Demgegenüber stieg der Umsatz durch Belieferungen des Großhandels lediglich um +4% auf 19,5 Mrd. Euro.

Der Umsatz von zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) abgegebenen Arzneien im Jahr 2007 beläuft sich auf 28,1 Mrd. Euro zu Apothekenverkaufspreisen (ohne Abzug von Zwangsrabatten). Das entspricht einem Zuwachs von +6,4% gegenüber 2006. Die Menge der in den Offizinapotheken abgegebenen Packungen legt um +2,2% zu. Zur Einordnung der Marktentwicklung sind Sondereffekte zu berücksichtigen.

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) für Arzneimittel bewegen sich weiter auf Rekordniveau. Im Oktober betrugen sie bundesweit 2,4 Milliarden Euro.