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Verein elektronische FallAkte (eFA) forciert Etablierung einer Kommunikationsplattform für die sektorübergreifende Zusammenarbeit im Gesundheitswesen. Zwölf Kliniken und -klinikketten haben den Verein „elektronische FallAkte“ gegründet, um gemeinsam eine bundesweit einheitliche Kommunikationsplattform zu etablieren.

Eingebettet in die bestehende Telematikinfrastruktur soll die elektronische Fallakte die sektorübergreifende Behandlung unterstützen. Basis dieser Kommunikationsplattform ist der von den Vereinsmitgliedern in enger Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik sowie Industriepartnern entwickelte Standard elektronische FallAkte.

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Von einer Initiative des Stationären Sektors zu einem Verein für sektorübergreifende Kommunikation

Mit der jetzt erfolgten Wahl des Vereinsvorstands wurde die Umwandlung von einer Projektinitiative in eine feste, nachhaltige und effiziente Institution abgeschlossen. Vorstandsvorsitzender des Vereins ist Volker Lowitsch, IT-Chef des Universitätsklinikums Aachen. In seiner ersten Sitzung hat der Vorstand die Weichen zur Förderung der intersektoralen Zusammenarbeit auf Basis des Standards elektronische FallAkte gestellt: Schwerpunktmäßig werden in den nächsten zwölf Monaten auch die Vertreter des ambulanten Sektors, insbesondere Ärztenetze, stärker in die Standardisierungsaktivitäten einbezogen.


Gemeinsam für medizinische Qualität

Elektronische Fallakten ermöglichen einen sicheren, diagnosebezogenen Datenaustausch zwischen Gesundheitsdienstleistern, wie zum Beispiel Ärzten in Krankenhäusern, in Praxen und in Reha-Kliniken. Dafür geben die elektronischen Fallakten eine strukturierte und integrierte Sicht auf medizinische Daten wieder, die einem einzelnen Fall (Krankheit, Verletzung etc.) zugeordnet sind – von der initialen Diagnose bis zum Abschluss der Behandlung. Entsprechend kann eine elektronische Fallakte allen (weiter-)behandelnden Ärzten des jeweiligen Falles über die unterschiedlichen IT-Systeme im Gesundheitswesen zugänglich gemacht werden.

Um die elektronischen Fallakten flächendeckend zu etablieren, bündelt der Verein die Interessen aller Teilnehmer des deutschen Gesundheitswesens und ist offen für neue Mitglieder. „Die elektronische Fallakte ist eine Initiative für Kliniken jeder Größe, für Ärztenetze und alle medizinischen Einrichtungen und Vereinigungen, die die elektronische FallAkte unterstützen. Denn nur eine kooperativ erarbeitete und letztlich für alle verfügbare Lösung kann Technikkosten reduzieren und einen Wettbewerb zugunsten der medizinischen Qualität fördern“, so Vorstandsvorsitzender Volker Lowitsch. Dafür organisiert der Verein eine abgestimmte Weiterentwicklung der elektronischen FallAkte, und die Mitglieder entscheiden gemeinsam, wie deren weitere Einführung in der Fläche umgesetzt wird. Geplant ist derzeit, den Pilotbetrieb der Systeme ab Herbst 2009 in den Regelbetrieb zu überführen. Lowitsch: „Ein wichtiger Schritt, um transparentere und besser strukturierte Arbeitsabläufe nachhaltig im Gesundheitswesen zu verankern.“

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