Gesundheitspolitik

Deutschland wird wie kein anderes Industrieland in den kommenden 50 Jahren so stark an wirtschaftlicher Bedeutung und damit Wohlstand verlieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Langzeitstudie der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD). Der Grund für den Abstieg Deutschlands von der fünftwichtigsten zur zehntwichtigsten Wirtschaftsnation der Welt liegt nicht zuletzt in der Alterung der Bevölkerung sowie im Aufstieg der heutigen Schwellenländer.

Die Klinikum Frankfurt Höchst GmbH hat am 01. Oktober 2012 ihre neue operative Intermediate Care Station (IMC) eröffnet. Die IMC ermöglicht als zusätzliche Behandlungsstufe zwischen Normalstation und Intensivstation eine optimale Versorgung aller Patienten je nach Überwachungsbedarf. Ein hochqualifiziertes Team aus vier Ärzten und 18 Pflegekräften versorgt in den 13 speziell ausgestatteten Bettplätzen Patientinnen und Patienten der Fachbereiche Chirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie, Urologie, Frauenheilkunde und HNO.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am Donnerstag die Veröffentlichung des jährlich erscheinenden Qualitätsreports beschlossen. Der Qualitätsreport bietet einen umfassenden Überblick über die Behandlungs- und Ergebnisqualität zu ausgewählten medizinischen und pflegerischen Leistungen in deutschen Krankenhäusern, indem er die von Experten der Bundesfachgruppen kommentierten Ergebnisse zusammenfasst.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen hat heute Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr sein aktuelles Gutachten mit dem Titel „Wettbewerb an der Schnittstelle zwischen ambulanter und stationärer Gesundheitsversorgung“ übergeben.

Die Zustände in deutschen Pflegeheimen haben sich in den letzten Jahren etwas verbessert. Doch noch immer sind die Missstände gravierend: Viele Demenzkranke werden mit Gurten am Bett oder im Rollstuhl fixiert. Laut Pflege‐TÜV besteht "akuter Handlungsbedarf". Der kürzlich vorgestellte, dritte Pflege‐Qualitätsbericht des Medizinischen Diensts der Krankenkassen (MDK) zeigt deutlich, dass es bei der Pflege in Heimen nach wie vor gravierende Probleme gibt.

Das Bundeskabinett hat heute die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Durchführung des Medizinproduktegesetzes (MPGVwV) beschlossen. Das Gesetz soll am 1. Januar 2013 in Kraft treten und für mehr Sicherheit bei Medizinprodukten sorgen. Auslöser war der Brustimplantateskandal im Dezember 2011.

Ein kaum beachtetes Urteil des Bundessozialgerichts aus dem Jahr 2005 zu öffentlichrechtlichen Versorgungsverträgen erhält durch die Debatte am 28.03.2012 im Ausschuss für Gesundheit eine neue Bedeutsamkeit. Der Ausschuss für Gesundheit debattierte am 28. März 2012 über Ergebnisse und Veränderungen bei der Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen. Trotz aller Gesetzesänderungen in den letzten Jahren und des Verbots der unzulässigen Kooperationen durch § 128 SGB V schien keiner der Teilnehmer so richtig zufrieden.

Die SPD-Fraktion will Lücken bei der gesundheitlichen Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland schließen. Die „kindergerechte Versorgung“ müsse deutlich gestärkt werden, heißt es in einem Antrag der Fraktion (17/9059). Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, die gesundheitliche Versorgung von Kindern und Jugendlichen bundesweit zielgruppenspezifisch auszubauen.

Foto: aboutpixel.deUngefähr 50% aller Menschen Deutschlands sterben in Krankenhäusern, 40% in Pflegeeinrichtungen und ca. 10% in ihrer häuslichen, gewohnten Umgebung. In der ambulanten Palliativversorgung wurden in den letzen Jahrzehnten Fortschritte gemacht und durch die Etablierung integrierter Behandlungskonzepte handeln die Helfer zusehend an den Bedürfnissen der unheilbar Kranken bzw. Sterbenden orientiert.

Sind mit dem Einsatz von Antibiotika in der Tierproduktion gesundheitliche Risiken verbunden? Wie sicher sind Lebensmittel in Deutschland? Welche Ereignisse stellen aus wissenschaftlicher Sicht ein gesundheitliches Risiko für Verbraucherinnen und Verbraucher dar? Mit welchen Krisen müssen wir in Zukunft rechnen? Zehn Jahre nach Gründung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zieht BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel eine positive Bilanz.