Gesundheitspolitik

Kuratorium perfekter Zahnersatz: Festsitzender Zahnersatz kann selbst für 85-Jährige geeignete Therapie sein – Zahnarzt berät bei chronischen Erkrankungen. Implantate – ja oder nein? Vor allem Menschen in der zweiten Lebenshälfte sind bei diesem Thema oft verunsichert. „Eine Altersgrenze nach oben gibt es für die künstlichen Zahnwurzeln nicht“, sagt dazu Professor Hans-Christoph Lauer, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Kuratoriums perfekter Zahnersatz (KpZ). 

Immer mehr Menschen sind auf die steuerfinanzierte Hilfe zur Pflege angewiesen. Dies ist aber kein Grund für sozialpolitischen Aktionismus. Gefragt ist private Pflegevorsorge, aber keine staatliche Förderung derselben. Wenn die Pflegekosten das eigene Budget übersteigen, also nicht aus der Rente, der gesetzlichen Pflegeversicherung sowie aus Rücklagen finanziert werden können, tritt die steuerfinanzierte Hilfe zur Pflege auf den Plan.

Im Rahmen des Picker Forum am vergangenen Donnerstag verlieh das Picker Institut erstmals den Picker Award – Geburtshilfe an die elternfreundlichsten Geburtskliniken Deutschlands. Zudem wurde ein Ranking der Top 10 Geburtskliniken veröffentlicht, die auf Basis von Erfahrungen der dort betreuten Mütter bewertet wurden.

Das Barbaraneum in Bochum verzeichnet in den vergangenen Jahren eine Zunahme an Bewohnern, die mit psychischen Erkrankungen bereits vorm Eintritt des Rentenalters auf stationäre Hilfe angewiesen sind. Deshalb widmet sich das Haus verstärkt dem Ansatz der reaktivierenden Pflege: Dabei werden Pflegebedürftige unter Anleitung zurück ins Leben geführt und verloren gegangene Fähigkeiten reaktiviert. Unterstützend dazu richtete das Pflegeheim einen „Wellness“-Raum ein, der jetzt offiziell eröffnet wurde. Behandlungen wie Fußmassagen, Aroma- und Klangtherapien sprechen die Bewohner emotional an und helfen, einen besseren Zugang zu den Pflegebedürftigen zu finden.

Foto: Buch Sterben im KrankenhausSituationsbeschreibung, Zusammenhänge, Empfehlungen. Welche Versorgungs- und Betreuungsqualität bieten Krankenhäuser den Sterbenden heute? Wie lässt sich diese verbessern? Wie erleben und beschreiben Ärzte und Pflegende als maßgebliche Gestalter und Betreuer die Situation? Befragt wurden über 1400 Mitarbeiter in 212 Krankenhäusern aus allen deutschen Bundesländern. Der vorliegende Band (ISBN 978-3-8379-2331-5, 280, Seiten 29,90 Euro) beleuchtet umfassend die gegenwärtige Situation und stellt konkrete Handlungsempfehlungen vor.

Die Krankenkassen weisen in ihren vorläufigen Finanzergebnissen des 1. Halbjahrs 2013 einen Überschuss von rund 1,09 Mrd. Euro aus. Einnahmen in Höhe von rd. 97,7 Mrd. Euro standen Ausgaben in Höhe von rd. 96,6 Mrd. Euro gegenüber. Der Gesundheitsfonds verbuchte im 1. Halbjahr 2013 ein saisonbedingtes Defizit von knapp 1,98 Mrd. Euro, das im 2. Halbjahr durch die Verbeitragung von Einmalzahlungen (Weihnachtsgeld) wieder ausgeglichen werden kann.

Im Zeitraum zwischen dem 26. November 2012 und 30. März 2013 beteiligten sich über eine offene Online-Umfrage knapp 500 Krankenhaus-Mitarbeiter und Führungskräfte aller Hierarchieebenen am Veränderungsbarometer der Ruhl Consulting AG. Die rege Beteiligung, insbesondere vorangetrieben vom pflegerischen Dienst, zeigt die hohe Relevanz des Themas. Befragt wurden sie zu Veränderungsprozessen in ihrer Klinik und deren Ausgestaltung sowie zu den anstehenden Herausforderungen der nächsten Jahre.

Das Gesundheitswesen bietet immer wieder Anlass für Diskussionen. Kliniksterben wird vorhergesagt, Ärztemangel bedroht die Gesundheitsversorgung, fehlendes Pflegepersonal lässt die Betreuung von Kranken zusammenbrechen. Positive Entwicklungen im deutschen Gesundheitswesen werden medial kaum mehr erfasst. Sie passen nicht in den Mainstream der Diskussionen über das Gesundheitssystem.

Welchen Einfluss hat die prothetische Versorgung nach langjähriger Funktion auf den periimplantären Knochenabbau? Wie verhalten sich elastomere Abformwerkstoffe hinsichtlich der Parameter Fließverhalten, Benetzungsverhalten und Dimensionsstabilität? Zwei spannende Dissertationsarbeiten, die beide das Kuratorium perfekter Zahnersatz (KpZ) überzeugten.

Im neuen Handbuch der Gesundheitswirtschaft in Deutschland von den Branchenexperten von dostal & partner, Vilsbiburg, werden auf über 900 Seiten alle Branchen des Ersten und Zweiten Gesundheitsmarktes sowie die wichtigsten Rahmenbedingungen umfassend dargestellt.