Foto: rocheNach aktueller Studie scheint Hepatitis C in Deutschland deutlich öfter aufzutreten als bisher angenommen. Diese Infektionskrankheit wird durch den Hepatitis-C-Virus (HCV) ausgelöst und kann zu schweren Leberschäden wie Leberzirrhose und -krebs führen. Bisher existieren keine exakten Zahlen zu Hepatitis-C-Infektionen in Deutschland, weil es bisher kein Screening auf diese Krankheit gibt.

Da Betroffene häufig normale bis leicht erhöhte Werte eines Enzyms in den Leberzellen (GPT) aufweisen, raten Fachgesellschaften bereits seit Längerem, bei erhöhten Werten auf HCV zu untersuchen. Hierzu bietet die Internetseite www.hepatits-care.de einen hilfreichen Selbsttest unter folgendem Link an: http://www.hepatitis-care.de/hcv/selbsttest.html

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Um herauszufinden, wie viele Patienten mit erhöhten GPT-Werten an einer Hepatitis C leiden, wurde in Hamburg von einem Großlabor eine Studie durchgeführt. Hierzu wurden 300 Blutproben mit erhöhten Leberwerten und 300 Proben mit Normalwerten zum Vergleich heran gezogen.

Die Ergebnisse zeigen, dass jeder 20. Patient mit einem erhöhten Wert eine aktive Hepatitis C hat. Somit lag die Häufigkeit der Hepatitis-C-Erkrankungen deutlich über der bisher angenommenen.

Als Konsequenz sollten alle Patienten mit erhöhten GPT-Werten und Risikofaktoren wie Bluttransfusionen, Operationen, i.v. Drogenmissbrauch etc. auf entsprechende Antikörper untersucht werden. Liegt eine Hepatitis-C-Infektion vor, raten die Leitlinien der DGVS zu einer frühzeitigen Behandlung in Form einer Response-gesteuerten Therapie.

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