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Bemerkenswerterweise tauchen hingegen Zutaten wie Zucker, Mehl, Pflanzenöl oder Sirup oft weiter vorn in der Liste auf – Zutaten, die wohl kaum jemand in ein selbstgemachtes Müsli geben würde. Auch bei einigen Süßungsmitteln ist Vorsicht geboten, denn neben dem eigentlichen Süßstoff können weitere Zutaten enthalten sein. Manche Streusüße, die groß mit Stevia wirbt, enthält beispielsweise nur drei Prozent des Steviolglykosids. Den Mammutteil macht der Füllstoff Maltodextrin aus, der im Gegensatz zum Süßstoff durchaus Kalorien liefert und sich auf den Blutzucker auswirkt. Kalorienfreies Süßen darf hier nicht erwartet werden.

Gerade bei neuen Produkten ist es sinnvoll, einen genauen Blick auf die Verpackungsrückseite zu werfen. Welche Zutaten sind laut Reihenfolge am meisten enthalten und handelt es sich vorwiegend um Zutaten, die ich erwartet hätte? Dabei ist besonders auf die Platzierung von kritischen Zutaten wie Zucker, Glukosesirup, gehärteten Fetten und Geschmacksverstärkern zu achten, aber auch an welcher Stelle versprochene Zutaten stehen. Sichert der Name des Produktes eine bestimmte Zutat zu wie etwa bei Erdbeerjoghurt oder Nussmüsli, muss deren prozentualer Anteil vermerkt sein. Hierdurch lässt sich gut abschätzen, ob das Produkt das hält, was der Käufer erwartet.

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